Marktbericht Tokio
Nikkei setzt Höhenflug fort

Aktien aus der Stahlbranche und dem Maschinenbau-Sektor haben die Tokioter Börse am Montag auf ein neues Fünf-Jahreshoch getrieben. Auch die anderen asiatischen Börsenindizes tendierten überwiegend im Plus. Der Dollar konnte sowohl zum Euro als auch zum japanischen Yen zulegen.

HB SINGAPUR. Der Tokioter Leitindex, der 225 Werte umfassende Nikkei, schloss erstmals seit Oktober 2000 wieder über der 15 500-Punkte Marke. Er beendete den Handel mit einem Plus von 0,84 Prozent bei 15 551 Zählern. Der breiter gefasste Topix legte 0,87 Prozent auf 1597 Punkte zu. Auch die Börsenindizes in Taiwan, und Südkorea verzeichneten Gewinne. Im Minus tendierten hingegen die Börsen in Hongkong und Singapur.

Die Kombination von binnenwirtschaftlicher Erholung, Exportnachfrage, starkem Dollar, robuster US- Konjunktur und nachgebender Energiepreise sei der Hintergrund der jüngsten Hausse in Tokio, erklärten Marktbeobachter. Für das Ende des kommenden Jahres sagen sie bereits jetzt einen Nikkei-Stand von über 16 500 vorher und rechnen somit mit einer gewissen Beruhigung des Aufwärtstrends.

„Für ausländische Investoren hat Japan Wachstumspotenzial“, sagte Hiroaki Kuramochi von Bear Stearns über die Kursentwicklung. Die Papiere aus den Branchen Stahl und Maschinenbau profitierten in Tokio von Daten, denen zufolge Unternehmen in den drei Monaten von Juli bis September ihre Ausrüstungsinvestitionen steigerten. Zu den Gewinnern zählten die Aktien des Stahlkonzerns JFE Holdings, die sich um 1,28 Prozent verteuerten. Die Papiere von Sumitomo Metal Industries legten 2,53 Prozent zu. Analysten zufolge gehen Händler von einem Ende der Konsolidierungsphase der vergangenen Wochen in der Branche aus. Auch Technologieaktien wie Canon legten zu (plus 1,29 Prozent). Sie profitierten von dem gesunkenen Yen-Kurs.

Die US-Börsen hatten am Freitag keine eindeutige Tendenz für die neue Woche vorgegeben. Der Dow Jones schloss 0,3 Prozent leichter bei 10 877 Zählern. Der S&P-500 legte dagegen geringfügig auf 1265 Punkte zu. Der Nasdaq-Index kletterte 0,2 Prozent auf 2272 Stellen.

Derweil zogen die Ölpreise angesichts der Vorhersagen eines kalten Dezembers im Nordosten der USA an. Der Preis für ein Barrel (knapp 159 Liter) US-Leichtöl zur Lieferung im Januar kletterte um 48 US-Cent auf 59,80 Dollar und näherte sich damit der Marke von 60 Dollar.

Der Dollar konnte sowohl zum japanischen Yen als auch zum Euro zulegen. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde bei 1,1699 Dollar gehandelt nach rund 1,1720 Dollar am Freitagabend in New York. Zum Yen kletterte die US-Währung auf das höchste Niveau seit 32 Monaten und wurde zu Handelsschluss mit 121,28 Yen bewertet. Zur Begründung verwiesen Marktteilnehmer auf Äußerungen japanischer Vertreter beim G-7-Finanzminister-Treffen, mit denen sie signalisiert hätten, den Kursrückgang des Yen zu akzeptieren. Zuvor war spekuliert worden, in Japan könnte die Besorgnis über den deutlichen Kursrückgang der heimischen Währung in diesem Jahr wachsen.

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