Marktbericht Tokio: Nikkei setzt zur Aufholjagd an

Marktbericht Tokio
Nikkei setzt zur Aufholjagd an

Fünf Tage in Folge war der Nikkei an der Tokioter Börse gefallen. Jetzt hat sich sich der Index der 225 führenden Werte wieder gefangen. Ausgerechnet die zuletzt schwachen Autohersteller und Immobilienwerte konnten diesmal zulegen. Die Händler sind erleichtert, weil ihre Währung endlich gegenüber dem Dollar verlor.

HB HONGKONG. Nach fünf Handelstagen mit Verlusten hat sich die Tokioter Börse am Donnerstag auf Erholungskurs begeben. Ein Anstieg des Dollar zum Yen konnte Ängste vor einer Rezession in den USA mildern. Vor allem Exportwerte profitierten davon. Gesucht waren auch Immobilienwerte in der Hoffnung, dass sie bei einer Abschwächung der Kreditkrise deutlich zulegen dürften.

Der Nikkei-Index der 225 führenden Werte schloss 2,1 Prozent höher auf 13 783 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gewann 2,2 Prozent auf 1 330 Zähler. Auch in Südkorea und Singapur legte die Börse zu. Die Aktienmärkte Hongkong und Taiwan verbuchten dagegen Kursverluste.

Auf den Kauflisten der Anleger in Tokio standen unter anderen die exportorientierten Autobauer. Honda -Aktien legten um 3,9 Prozent zu, Toyota -Papiere verteuerten sich um gut drei Prozent. Experten sprachen allerdings von einer weitgehend technischen Erholung und mahnten zur Vorsicht. "Es ist noch alles anfällig. Wir brauchen noch etwas Zeit, um den Markt auf einem stabilen Erholungskurs zu sehen", sagte Zenshiro Mizuno von Marusan Securities. Vieles hänge derzeit auch vom Devisenmarkt ab. Dort war der Dollar zum Yen am Mittwoch auf den tiefsten Stand seit zweieinhalb Jahren gefallen. Ein stärkerer Yen verteuert die Exporte der Unternehmen und schmälert so deren Gewinne.

Gefragt waren auch Immobilienwerte. Die Schweizer Bank UBS hatte mitgeteilt, dass sie "deutliches Aufwärtspotenzial" für Aktien der Branche sehe, sobald die Kreditkrise nachlasse. Die Anteilsscheine der zweitgrößten japanischen Immobilienfirma Mitsubishi Estate sprangen daraufhin sieben Prozent in die Höhe.

Der Euro notierte in Fernost wenig verändert bei 1,4645 Dollar. Zum Yen gab die europäische Gemeinschaftswährung auf 156,90 Yen nach. Der Dollar tendierte zur japanischen Währung bei 107,16 Yen nach 107,46 Yen im New Yorker Handel.

Die US-Börsen hatten am Mittwoch ihre jüngste Talfahrt fortgesetzt. Enttäuschung über die Geschäftszahlen von Intel und den Ausblick des weltgrößten Chipherstellers schürten erneut die Furcht vor einer Rezession. Der Dow-Jones -Index der Standardwerte schloss 0,28 Prozent tiefer bei 12 466 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 verlor 0,56 Prozent auf 1373 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq rutschte um 0,95 Prozent auf 2394 Punkte ab.

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