Marktbericht Tokio
Tokio schließt tiefrot

Der hohe Ölpreis und Sorgen um die US-Konjunktur haben an den asiatischen Börsen am Montag für deutliche Verluste gesorgt. In Tokio gaben die Werte auf breiter Front nach. An den Devisenmärkten zeigte sich der Dollar zum Euro stabil.

HB TOKIO. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index beendete den ersten Handelstag der Woche mit einem Abschlag von 2,1 Prozent auf 14 181 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index verlor ebenfalls 2,1 Prozent auf 1397 Stellen. Auch die Indizes in Taiwan, Singapur und Seoul gaben nach. Die Aktienmärkte in Hongkong und Shanghai blieben wegen eines Feiertags geschlossen.

In Tokio gaben exportorientierte Werte angesichts der Dollar-Schwäche nach. So verloren Canon-Papiere 4,4 Prozent. Finanztitel gingen auf Talfahrt, nachdem Aktien der Branche am Freitag an den US-Börsen wegen Stagflationssorgen deutlich eingebüßt hatten. Die Anteilsscheine von Nomura, dem größten japanischen Wertpapier-Handelshaus, fielen um fast fünf Prozent. Mitsubishi UFJ Financial-Aktien gaben 3,5 Prozent nach.

Man warte gespannt darauf, ob US-Notenbankchef Ben Bernanke am Abend seine jüngsten Äußerungen zum Dollar wiederhole, sagten Händler. Bernanke hatte in der vergangenen Woche erstmals vor negativen Folgen des schwachen Dollar für die heimische Wirtschaft gewarnt und damit den Euro am Devisenmarkt zum Dollar unter Druck gesetzt. Zum Wochenschluss hatte aber die Aussicht auf eine wachsende Zinsdifferenz zwischen den USA und der Eurozone den Dollar wieder abrutschen lassen. Jüngste US-Arbeitsmarkt-Daten ließen zudem auf weiter niedrige Zinsen in den USA schließen, während die Europäische Zentralbank (EZB) wegen der gestiegenen Inflationsgefahr eine Zinserhöhung für Juli angedeutet hatte. Ein Euro wurde am Montagmorgen in Fernost mit 1,5773 Dollar bewertet nach 1,5777 Dollar im späten New Yorker Handel.

Der Preis für US-Leichtöl ging am Montag auf 137,70 Dollar pro Fass zurück. Am Freitag war der Preis für ein Barrel unter anderem wegen des schwachen Dollars und Spannungen zwischen Israel und Iran um mehr als zehn Dollar auf ein neues Rekordhoch von über 139 Dollar geschnellt.

An der Wall Street sorgten der Rekordölpreis und schlechte Arbeitsmarktdaten am Freitag für fallende Kurse. Der Dow-Jones-Index rutschte 3,1 Prozent ab auf 12 209 Punkte - der stärkste Tagesverlust seit Februar 2007. Der S&P-500 verlor gut drei Prozent auf 1360 Zähler. Die Nasdaq fiel um fast drei Prozent auf 2474 Punkte.

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