Marktbericht
Tokioter Börse dreht noch ins Plus

Die Aktienbörse in Tokio hat nach positiven Wachstumsdaten anfängliche Verluste wieder wettgemacht und fester geschlossen.

HB SINGAPUR. Zwar drückten die Verluste in den USA über weite Strecken die Kurse. Ein überraschend starkes Wachstum der japanischen Wirtschaft im Quartal bis März beflügelte jedoch die Investoren und ließ sie in der Schlussphase des Handels in Finanz-Werte wie Daiwa Securities investieren. Der Gold-Preis verharrte auf seinem Stand um 682 Dollar je Unze. Der Preis für US-Leichtöl legte den zweiten Tag in Folge zu und näherte sich wieder 70 Dollar je Barrel an. Der Euro notierte weiter bei 1,2824 Dollar und damit wenig verändert.

Einen Tag nach seinem tiefsten Stand seit zwei Monaten schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index in Tokio mit einem Plus von 0,42 Prozent bei 16 155 Punkten. An den vergangenen neun Handelstagen hatte er sieben Mal Verluste verzeichnet. Der breiter gefasste Topix machte ebenfalls 0,4 Prozent gut und endete bei 1 638 Zählern. Auch die Aktienmärkte in Hongkong, Südkorea, Singapur und Taiwan lagen schließlich klar im Plus.

An den US-Börsen hatte am Vorabend gerade umgekehrt kurz vor Handelsschluss ein neuerlicher Ausverkauf begonnen. Die Technologiebörse Nasdaq erlebte damit die längste Verlustserie seit zwölf Jahren. Auch der Dow Jones und der S&P drehten deutlich ins Minus, da die Inflationsangst die Händler noch immer nicht los ließ. Alle drei Indizes gingen um rund 0,7 Prozent zurück.

In Tokio setzte sich angesichts eines japanischen Wirtschaftswachstums im ersten Quartal von 0,5 Prozent statt der erwarteten 0,3 Prozent gegen Ende der Optimismus durch: „Nach den sich ausweitenden Verlusten an der Wall Street hielten sich die Investoren anfänglich zurück, aber die BIP-Zahlen waren besser als erwartet und dann begannen sie die Aktien zu kaufen, die deutlich runtergegangen waren“, sagte Kazuhiro Takahashi von Daiwa Securities SMBC. Der Markt sei zudem auf einem Niveau angekommen, an dem er wieder Käufer anlocke, sagte Tsutomu Yamada. „Bei 16 000 Punkten ist der Nikkei attraktiv genug.“

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