Marktbericht
US-Börsen kaum verändert

Die US-Aktienmärkte haben am Montag nach den kräftigen Kursgewinnen der Vorwoche eine Verschnaufpause eingelegt. Die führenden Börsen-Indizes schlossen wenig verändert.

HB NEW YORK. Händlern zufolge agierten Anleger angesichts einer Reihe von im Wochenverlauf anstehenden Indikatoren für die Entwicklung der Inflation zurückhaltend. Auch milliardenschwere Fusions- und Übernahmeankündigungen, die Zuversicht der Firmen in die wirtschaftliche Entwicklung signalisierten, hätten die Investoren nicht recht aus der Reserve zu locken vermocht.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Geschäftsverlauf zwischen 10.710 und 10.674 Zählern. Er verließ den Handel 0,1 Prozent höher mit 10.697 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index fiel um 0,08 Prozent auf 1234 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq verlor 0,07 Prozent auf 2201 Stellen.

„Der Markt hat einen enormen Aufschwung hinter sich und legt eine Pause ein“, sagte Todd Leone von der Investmentbank S.G.Cowen. Wenn der Dow die Marke von 10.700 Punkten überwinden sollte, sei wohl der Weg bis 10.900 Zählern frei. Ein wirklicher Impuls für die Börse wäre aber ein Signal der US-Notenbank (Fed) für ein Ende ihres Zinserhöhungszyklus, sagte Leone.

Händlern zufolge warten die Anleger in dieser Woche mit Spannung auf die anstehenden Daten zu US-Verbraucherpreisen, monatlichen Umsätzen der Einzelhändler und den Index der Verbraucherpreise am Mittwoch. Daraus erwarteten sie Hinweise auf die Entwicklung der Teuerung, die eventuell Rückschlüsse auf die künftige Politik der Fed liefert. „Die positiven Nachrichten sind bereits in Rechnung gestellt. Jetzt warten wir auf die nächsten Daten“, sagte ein Analyst.

Positiv nahmen die Anleger den Quartalsbericht des weltgrößten Einzelhändlers Wal-Mart auf. Dieser hat zwar in den abgeschlossenen drei Monaten die niedrigste Gewinnsteigerung eines Vierteljahres seit der Rezession 2001 erzielt, gab sich aber optimistisch für das Weihnachtsgeschäft. Die Anleger honorierten dies mit einem Kursplus von gut 0,6 Prozent auf 49,30 Dollar. Den gestiegenen Quartalsgewinn der zweitgrößten US-Heimwerkerkette Lowe's quittierte die Börse mit einem satten Aufschlag von gut 4,7 Prozent auf 64,89 Dollar. In der Folge zogen auch die Titel von Branchenprimus Home Depot um knapp 1,6 Prozent auf 42,57 Dollar an.

Dagegen veranlasste eine Abstufung durch Bernstein & Co viele Investoren zum Verkauf ihrer Aktien des zweitgrößten Computer-Herstellers Hewlett Packard. Sie drückten damit den Kurs um gut 1,1 Prozent auf 28,20 Dollar. Enttäuschende Ergebnisse ihres Cholesterinsenkers bei Patienten mit Diabetes II setzten die Aktien des Pharmakonzerns Abbott unter Druck. Die Titel sackten um mehr als 7,3 Prozent auf 40,52 Dollar ab.

Im Gegensatz dazu waren die Papiere des Papierherstellers Georgia Pacific lebhaft gefragt und der Kurs schnellte um knapp 36,5 Prozent auf 47,28 Dollar in die Höhe. Ursache dafür war die Ankündigung des Industriekonglomerats Koch Industries vom Vortag, Georgia Pacific für 13,2 Milliarden Dollar zu kaufen. Andere Papierwerte, wie International Paper schlossen sich mit einem Plus von mehr als zwei Prozent auf 30,45 Dollar an.

In der Gunst der Anleger standen zudem die Aktien der Starwood Hotels, die knapp 1,3 Prozent auf 60,02 Dollar zulegten, nachdem der Immobilienfonds Host Marriott den Kaufpreis von gut vier Milliarden Dollar für 38 Hotels von Starwood akzeptiert hatte. Wegen des hohen Kaufpreises gaben viele Anleger ihre Aktien ab und drückten den Kurs der Host-Marriott-Papiere um gut 4,5 Prozent auf 16,65 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,4 Milliarden Aktien den Besitzer. 1253 Werte legten zu, 2080 gaben nach und 151 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von rund 1,42 Milliarden Aktien 1291 im Plus, 1742 im Minus und 137 unverändert.

An den US-Kreditmärkten verloren die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel 16/32 auf 99-4/32 Punkte. Sie rentierten mit 4,610 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen im Kurs um 27/32 auf 108-12/32 Zähler. Dabei ergab sich eine Rendite von 4,798 Prozent.

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