Marktbericht
US-Börsen schließen dank sinkender Ölpreise im Plus

Ein deutlich niedrigerer Ölpreis hat den New Yorker Börsen am Montag Kursgewinne beschert. Zu den Hauptgewinnern zählten der Speicherhersteller SanDisk, dessen Aktien die Citigroup hochgestuft hatte, sowie die Baumarktkette Lowe's, die mit ihren Quartalszahlen Analysten positiv überrascht hatte.

HB NEW YORK. Der Leitindex Dow Jones der Standardwerte schloss 0,32 Prozent im Plus bei rund 11 098 Punkten. Im Handelsverlauf lag er zwischen 11 132 und 11 062 Punkten. Der breiter gefasste S&P 500 legte um 0,36 Prozent auf 1294 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um fast ein Prozent auf 2307 Punkte.

„Nach den Angriffen vom Freitag geben niedrigere Ölpreise an diesem Morgen den Aktienmärkten Schwung“, sagte Harry Michas vom Aktieninternethändler manmarketmonitor.com. Die Nachricht von einem vereitelten Anschlag auf die weltweit größte Öl-Raffinerie in Saudi-Arabien hatte am Freitag den Ölpreis nach oben schnellen lassen und vor allem Titel energie-intensiver Unternehmen belastet. „Der Rückgang des Ölpreises ist heute sicherlich eine Stütze für die Aktienmärkte“, schlussfolgerte auch Edgar Peters von PanAgora.

Am Montagnachmittag (Ortszeit) kostete US-Öl mit 60,77 Dollar pro Barrel (etwa 159 Liter) rund zwei Dollar weniger. Brent-Öl verbilligte sich um rund 2,8 Prozent auf 60,84 Dollar. Sinkende Ölpreise mindern die Energiekosten für Haushalte und Unternehmen.

Lowe's-Aktien legten um rund 5,8 Prozent auf 69,30 Dollar zu, während die Anteilsscheine vom Konkurrenten Home Depot um rund zwei Prozent auf 42,45 Dollar anstiegen. Lowe's hatte zuvor mit seinen Gewinnzahlen für das vierte Quartal die Erwartungen der Analysten übertroffen. Die Aktien des Nasdaq-Titels SanDisk gewannen rund 8,4 Prozent auf 61,08 Dollar. Einem Bericht von MarketWatch zufolge stufte die Citigroup den Flashspeicher-Hersteller hoch. Presseberichte über ein Interesse des Dow-Jones-Schwergewichts General Electric an TXU ließen die Aktien des texanischen Energieversorgers um rund 5,9 Prozent hochschnellen, während die GE-Anteilsscheine nur um rund 0,5 Prozent zulegten.

Zu den Verlierern an der Wall Street zählten vor allem Titel von Eigenheimherstellern, nachdem das US-Handelsministerium einen unerwartet starken Rückgang beim Absatz neuer Eigenheime im Januar von fünf Prozent auf 1 233 000 bekannt gegeben hatte. Analysten hatten mit 1 260 000 verkauften Eigenheimen gerechnet. Der S&P-Index für Eigenheimhersteller gab daraufhin um rund 1,8 Prozent nach, während die Aktien des Luxushausbauers Toll Brothers gar um rund 2,1 Prozent auf 32,65 Dollar fielen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,44 Mrd. Aktien den Besitzer. 1957 Werte legten zu, 1369 gaben nach und 160 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,74 Mrd. Aktien 1797 im Plus, 1266 im Minus und 135 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 3/32 auf 99-09/32. Sie rentierten mit 4,590 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren um 10/32 auf 99-08/32 und hatten eine Rendite von 4,545 Prozent.

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