Marktbericht US-Börsen
Schwache Konjunkturdaten locken Bären an

Trotz starker Technologiewerte haben die enttäuschende Konjunkturdaten die Wall Street am Donnerstag ins Minus gedrückt. Auch die Veröffentlichung von Daten zum Industriesektor und die nach wie vor bestehenden Rezessionsängste sorgten für Verluste an den US-Börsen.

HB NEW YORK. Die anhaltende Angst vor einer Rezession in den USA und Gewinnmitnahmen bei Energietiteln haben die US-Börsen am Donnerstag ins Minus getrieben. Auch das gute Abschneiden von Technologiewerten konnte den Fall lediglich abmildern.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,15 Prozent tiefer bei 12.284 Punkten. Im Handelsverlauf pendelte er zwischen 12.247 und 12.426 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500 fiel um 1,29 Prozent auf 1342 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq gab 1,17 Prozent nach auf 2299 Punkte. In Frankfurt schloss der Dax mit 6904 Punkten 0,1 Prozent höher.

"Die Bären sind wieder da und verbreiten ihre düsteren Hiobsbotschaften, dass die Inflation hoch bleiben und es bei den Energiepreisen keine Erholung geben wird", sagte Ned Riley von Riley Asset Management.

In einer Schlüsselregion der USA ging die Geschäftsaktivität im verarbeitenden Gewerbe überraschend weiter zurück, wie die Federal Reserve Bank von Philadelphia bekanntgab. Das Barometer fiel stärker als erwartet auf minus 24 Zähler von minus 20,9 Punkten im Vormonat. Im Januar war bereits der tiefste Wert seit den Rezessionszeiten Anfang des Jahrzehnts erreicht worden. Die Daten nähren Befürchtungen, dass sich der amerikanische Industriesektor bereits in einer Rezession befinden könnte.

Noch zu Handelsbeginn hatten Technologiewerte die Börsen ins Plus gezogen. Der Blackberry-Anbieter Research in Motion (RIM) rechnet dank seiner Smartphones mit einem regen Kundenzulauf. Der kanadische Konzern, der auch in New York gehandelt wird, kündigte an, dass die Zahl seiner Neukunden im vierten Quartal die bisherige Prognose um bis zu einem Fünftel übertreffen werde. RIM-Papiere verteuerten sich um etwa neun Prozent. Die Aktien des Netzwerkausrüsters Cisco legten zeitweilig 1,4 Prozent zu, nachdem die Citigroup-Analysten ihre Bewertung für das Unternehmen anhoben. Sie schlossen jedoch kaum verändert.

Belastet wurden die Börsen jedoch von Energiewerten. Exxon-Mobile-Aktien fielen um 1,3 Prozent, die Papiere des Konkurrenten Chevron 1,8 Prozent. Auch Bankentitel gerieten unter Druck. Die Citigroup musste einen Kursrückgang um 1,7 Prozent hinnehmen, Bank of America-Papiere gaben um 1,8 Prozent nach. An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,42 Milliarden Aktien den Besitzer. 822 Werte legten zu, 2304 gaben nach und 84 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,26 Milliarden Aktien 863 im Plus, 2038 im Minus und 127 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 28/32 auf 97-21/32. Sie rentierten mit 3,782 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 31/32 auf 97-6/32 und hatten eine Rendite von 4,548 Prozent.

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