Marktbericht
US-Daten stützen Europas Börsen

Die europäischen Börsen haben sich am Montag leicht von den deutlichen Verlusten aus der Vorwoche erholt. Börsianer führten dies vor allem auf die überraschend deutlich aufgehellte Stimmung der US-Einkaufsmanager im Verarbeitenden Gewerbe zurück, die an Wall Street gemeinsam mit freundlichen Daten vom Immobilienmarkt für steigende Kurse sorgte.

HB PARIS/LONDON. Die europäischen Börsen haben sich am Montag leicht von den deutlichen Verlusten aus der Vorwoche erholt. Börsianer führten dies vor allem auf die überraschend deutlich aufgehellte Stimmung der US-Einkaufsmanager im Verarbeitenden Gewerbe zurück, die an Wall Street gemeinsam mit freundlichen Daten vom Immobilienmarkt für steigende Kurse sorgte.

Der Eurostoxx 50 gewann 0,71 Prozent auf 2 762,95 Zähler, nachdem er in der Vorwoche um fast fünf Prozent abgerutscht war. Der Pariser CAC-40-Index zog um 0,88 Prozent an auf 3 639,46 Zähler. In London stieg der Ftse 100 um 1,19 Prozent auf 5 104,50 Punkte.

Bankenwerte standen nicht nur wegen der CIT-Pleite aus den USA am Wochenende in London erneut im Fokus. Insgesamt legten sie im Schnitt etwas weniger zu als der Markt. Kaum veränderte Versicherer und gegen den Trend schwächere Finanzdienstleister komplettierten das uneinheitliche Bild im Finanzsektor. Auch unter den Einzelwerten drifteten die Kurse deutlich auseinander.

So sackten Royal Bank of Scotland (RBS) am "Footsie"-Ende um 7,80 Prozent auf 38,65 Britische Pence ab. Laut Händlern belastete die Sorge um umfangreichere Beteiligungsverkäufe als bisher erwartet die Papiere der RBS überdurchschnittlich. Die britische Regierung will Medienberichten vom Wochenende zufolge weitere Banken im Staatsbesitz neu organisieren. Die profitablen Geschäftsbereiche der RBS und der Bankengruppe Lloyds sollen demnach veräußert werden. Zusammen mit der Zerschlagung der verstaatlichten Hypothekenbank Northern Rock will Finanzminister Alistair Darling auf diese Weise drei neue Verbraucherbanken schaffen, denen die Kunden wieder vertrauen. Lloyds-Aktien gaben um 2,33 Prozent auf 84,68 Pence ab. Andere europäische Banken tendierten indes erholt - allen voran BNP Paribas , die sich mit plus 3,32 Prozent auf 53,16 Euro an die Eurostoxx-Spitze setzten. Barclays gewannen 2,48 Prozent auf 329,25 Pence.

Öl- und andere Rohstofftitel gehörten ebenfalls zu den größten Gewinnern. Die Stabilisierung der Ölpreise nach den deutlichen Kursverlusten zum Wochenausklang stützten laut Händlern die Aktien der in den wichtigsten Indizes schwer gewichteten Branche. Sie führten den leichten Preisanstieg bei Öl auf positive Konjunkturdaten aus China zurück. Repsol-YPF gewannen 1,51 Prozent auf 18,44 Euro und in London verteuerten sich BP um 2,17 Prozent auf 584,75 Pence. Aktien von Eurasian Natural führten nicht nur die sehr festen Minenwerte, sondern auch den "Footsie" mit einem Aufschlag von 5,46 Prozent auf 871,80 Pence an.

TNT-Aktien legten nach dem Bericht zum dritten Quartal in Amsterdam 0,14 Prozent auf 18,105 Euro zu. Einer ersten Händlereinschätzung zufolge ist der operative Gewinn von TNT "besser als erwartet" ausgefallen. Die Margen hätten sich verbessert und der Ausblick werde optimistischer. Ryanair zählten unterdessen mit minus 2,75 Prozent auf 2,898 Euro zu den schwächsten Standardwerten in Europa. Der irische Billigflieger erwägt nach einem Umsatzrückgang im ersten Halbjahr ein Ende seines schnellen Wachstums. Für die kommenden beiden Quartale erwartet Ryanair deutliche Verluste.

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