Marktbericht USA
Dow-Jones-Index schließt auf Rekordhoch

Der US-Aktienleitindex Dow Jones hat erstmals in seiner Geschichte die Marke von 14 000 Punkten durchbrochen und auf einem Rekordhoch geschlossen. Analysten erwarten eine solide Berichtssaison – „nichts scheint die Bullen aufzuhalten“, hieß es.

HB NEW YORK. Vor allem überraschend gute Geschäftsberichte von Unternehmen sowie eine Heraufstufung von American Express sorgten am Dienstag für Kauflaune bei den Anlegern und verhalfen dem weltweit wichtigsten Index auf einen Allzeithoch von 14 021,95 Zählern.

Im Verlauf gab der 30 Werte umfassende Dow-Jones-Index zwar wieder etwas nach, schloss aber immer noch 0,15 Prozent fester bei 13 971 Punkten. Sein Tagestief lag bei 13 942 Stellen. Der weiter gefasste S&P 500 tendierte dagegen unverändert bei 1549 Zählern. Der Nasdaq Composite legte wiederum 0,55 Prozent auf 2712 Punkte zu.

Bereits vor dem Handelsstart hatten Daten zur Inflation die Zinssorgen der Anleger etwas gedämpft. „Jetzt können sich alle wieder auf die Geschäftszahlen konzentrieren. Es sieht so aus, als ob es eine solide Berichtssaison wird“, kommentierte ein Händler. Dieser Einschätzung schloss sich Analyst Michael Metz von Oppenheimer & Co. an: „Nichts scheint die Bullen aufzuhalten. Die Quartalsberichte waren bisher wirklich gut.“

Zu den größten Gewinnern zählten die Anleger des Halbleiterausrüsters Novellus Systems, dessen Aktienkurs um mehr als elf Prozent auf 33,03 Dollar kletterte. Das Unternehmen hatte zuvor die Analysten mit seinem Gewinnanstieg im Quartal überrascht. Auch der Aktienkurs des Konkurrenten KLA-Tencor legte fast neun Prozent zu, nachdem Konzernchef John Kispert sich zuversichtlich über die Geschäftsaussichten im zweiten Halbjahr geäußert hatte.

Die Papiere des Kreditkartenbetreibers American Express legten 4,6 Prozent auf 64,74 Dollar zu, nachdem Goldman Sachs die Aktie hochgestuft hatte.

Für Auftrieb sorgte außerdem erneut eine Übernahme: So schossen die Aktien von Lyondell Chemical um rund 17,3 Prozent auf 47,05 Dollar in die Höhe, weil das niederländische Unternehmen Basell die US-Chemiefirma für insgesamt 19 Mrd. Dollar kaufen will.

Zu den Verlierern gehörten dagegen die Papiere des US-Pharma- und Medizintechnikkonzern Johnson & Johnson (J&J), obwohl dieser im zweiten Quartal mehr Umsatz und Gewinn erwirtschaftete als erwartet. Der Aktienkurs gab um 1,7 Prozent auf 62,74 Dollar nach.

Auch Ölmultis wie Exxon Mobil verbuchten Kursverluste, nachdem sich ein Barrel London Brent um rund 80 Cent auf 75,52 Dollar verbilligt hatte. Händler sorgten sich weniger um Benzinlieferengpässe in den USA. Der Aktienkurs von Exxon gab 0,7 Prozent auf 89,09 Dollar nach.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,44 Mrd. Aktien den Besitzer. 1382 Werte legten zu, 1896 gaben nach und 130 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,18 Mrd. Aktien 1546 im Plus, 1481 im Minus und 138 unverändert.

An den US-Kreditmärkten verloren die zehnjährigen Staatsanleihen um 4/32 auf 95-22/32. Sie rentierten mit 5,062 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gaben 8/32 nach auf 94-1/32 und hatten eine Rendite von 5,145 Prozent.

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