Marktbericht USA
Konjunkturdaten stützen US-Börsen

Beflügelt von positiven Nachrichten aus dem Chipsektor und guten Konjunkturdaten hat die Wall Street am Donnerstag im Plus geschlossen.

HB NEW YORK. Der besser als erwartet ausgefallene Konjunkturindex der Federal Reserve Bank von Philadelphia im Juni sorgte für eine aufgehellte Stimmung am Markt. Von einer Hochstufung des Halbleiterherstellers AMD durch die Investmentfirma Stifel Nicolas profitierte die gesamte Technologiebranche.

Der Dow-Jones-Index schloss 0,42 Prozent im Plus bei 13 545 Zählern. Zuvor pendelte er im Handelsverlauf zwischen 13 564 und 13 398 Punkten. Die US-Technologiebörse Nasdaq legte 0,65 Prozent auf 2 616 Punkte zu. Der breiter gefasste S&P-500-Index schloss 0,62 Prozent höher bei 1 522 Stellen.

Aktien von AMD schossen nach der Höherstufung um 7,9 Prozent auf 14,72 Dollar in die Höhe.

Zu den Kursgewinnern gehörten überraschend auch die in den vergangenen Tagen unter Druck geratenen Papiere von Bear Stearns, die um 1,8 Prozent auf 145,81 Dollar zulegten. Mehrere Banken hatten sich jüngst aus den angeschlagenen Hedge-Fonds der US-Investmentbank zurückgezogen. Für Aufatmen am Markt sorgte nun die Nachricht, dass die Bank immer noch hoffe, die Fonds umstrukturieren zu können. Auch der Berater Blackstone Group habe dieses Ziel, hieß es aus mit dem Vorgang vertrauten Kreisen. "Es ist eine gewisse Beruhigung über die Lage bei Bear Stearns eingetreten", sagte Michael James von der Investmentbank Wedbush Morgan in Los Angeles.

Die Aktien von Citigroup legten um 0,4 Prozent auf 53,66 Dollar zu. Die Papiere von Dow Jones gaben hingegen um rund 1,5 Prozent auf 59,71 Dollar nach. Das Führungsgremium des Medienkonzerns hatte zuvor mitgeteilt, dass es im Übernahmekampf um das renommierte "Wall Street Journal" fortan die Gespräche mit dem Medienmogul Rupert Murdoch führen werde. Die Verhandlungen könnten sich nun beschleunigen. Zuvor waren wochenlange Gespräche der Bancroft-Familie als Dow-Jones- Mehrheitseigner über Murdochs fünf Milliarden Dollar schweres Gebot ergebnislos geblieben.

Der Mischkonzern General Electric und der Pearson-Verlag schlossen unterdessen ein Konkurrenzangebot zur Offerte von Murdoch aus: Die Papiere von GE schlossen 0,03 Prozent im Plus bei 38,80 Dollar nach. Die Aktien von Exxon Mobil wurden von einem kurzzeitigen Höhenflug beim Öl beflügelt und stiegen um rund 1,8 Prozent auf 84,30 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,61 Milliarden Aktien den Besitzer. 1819 Werte legten zu, 1487 gaben nach und 136 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,03 Milliarden Aktien 1576 im Plus, 1416 im Minus und 149 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 10/32 auf 94-24/32. Sie rentierten mit 5,182 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 23/32 auf 91-27/32 und hatten eine Rendite von 5,298 Prozent.

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