Marktbericht USA
Niedriger Ölpreis beflügelt Wall Street

Ein deutlicher Rückgang des Ölpreises hat den US-Börsen am Mittwoch zu teils kräftige Gewinnen verholfen. Insbesondere die tags zuvor schwachen Technologiewerte konnten wieder Boden gut machen. Auch die Entscheidung der Fed, den Zinssatz unverändert zu lassen, wurde positiv aufgenommen.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index notierte kaum verändert um 0,04 Prozent höher bei 11 811,83 Punkten. Der S&P-500-Index legte um 0,59 Prozent auf 1321,98 Punkte zu. Der NASDAQ-Index gewann am stärksten um 1,39 Prozent auf 2401,26 Punkte. Die Indizes gaben nach einer Berg- und Talfahrt zum Handelsschluss einen Teil zuvor höherer Gewinne wieder ab.

Die Ölpreise sanken nach überraschend stark gestiegenen Rohöllagerbeständen merklich. Ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte WTI kostete zum Handelsschluss in New York 134,55 Dollar. Dies waren 2,45 Dollar weniger als am Vortag.

Die US-Notenbank hält wie von Experten erwartet den Leitzins vorerst stabil. Ökonomen rechnen nun aber damit, dass die Fed den Leitzins vom Herbst an allmählich wieder anheben.

Besonders gefragt waren neben Technologieaktien die Finanztitel. Der Kreditkartenkonzern Mastercard legte einen langen Rechtsstreit mit dem Wettbewerber American Express gegen Zahlung von bis zu 1,8 Mrd. Dollar bei. Die Papiere kletterten um 3,36 Prozent auf 289,79 Dollar. American Express sanken dagegen um 2,76 Prozent auf 40,94 Dollar.

Apple-Aktien stiegen nach Berichten über höhere Gewinnmargen bei der neuen Generation des iPhone-Handys um 2,39 Prozent auf 177,39 Dollar. Die US-Autobauer General Motors und Ford profitierten von Berichten über mögliche Verkäufe der Töchter Hummer (GM) und Volvo (Ford).

Zu den größten Verlierern zählte der Flugzeugbauer Boeing. Die Titel verloren nach einer Herabstufung durch Goldman Sachs 6,89 Prozent auf 69,64 Dollar. Überdies droht Boeing laut einem Medienbericht wegen der hohen Ölpreise der Verlust vieler Aufträge.

Der weltgrößte Agrar- und Biotechkonzern Monsanto legte einen besser als erwarteten Quartalsgewinn vor und hob seine Prognose an. Die Anleger belohnten dies mit einem Plus der Aktie von 3,14 Prozent auf 131,52 Dollar.

Die Rentenmärkte tendierten kaum verändert. Die richtungsweisenden zehnjährigen US-Staatsanleihen rentierten mit 4,101 Prozent. Der Euro verteuerte sich deutlich auf 1,5673 Dollar nach 1,5572 Dollar am Vortag.

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