Marktbericht USA
Ölpreis rettet Wall Street ins Plus

Die US-Börsen haben am Donnerstag leichte Gewinne verbucht. Positiv wirkte sich vor allem der unter 132 Dollar je Barrel gefallene Ölpreis auf die Stimmung der Anleger aus. Schlechte Nachrichten aus dem Finanzsektor sorgten jedoch dafür, dass Finanztitel Federn lassen mussten.

HB NEW YORK. Die Titel von Banken mussten Kursverluste hinnehmen, nachdem der Finanzchef der Citigroup größere Abschreibungen in diesem Jahr im Geschäft mit schlechtbesicherten Hypotheken nicht ausgeschlossen hatte. Zu den größten Gewinnern im späten Handel gehörten die Fluglinien Continental und United Airlines, deren Aktien in die Höhe schossen, nachdem die Unternehmen eine umfassende Zusammenarbeit angekündigt hatten.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,3 Prozent im Plus auf 12 063 Punkten. Das Marktbarometer pendelte im Tagesverlauf zwischen 11 978 und 12 114 Zählern. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 0,4 Prozent zu auf 1342 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq ging gar mit einem Plus von 1,3 Prozent auf 2462 Zählern aus dem Handel. In Frankfurt schloß der Dax 0,1 Prozent im Minus bei 6721 Punkten.

Der gesunkene Ölpreis gab unter anderem Technologiewerten und dem produzierenden Gewerbe Auftrieb. Die Aktien des Chipherstellers Intel schlossen 2,6 Prozent im Plus, Microsoft-Papiere 1,7 Prozent. Auch der Flugzeugbauer Boeing und zahlreiche Airlines profitierten vom niedrigeren Ölpreis, die Boeing-Aktie stieg über drei Prozent, die Aktien der Fluglinie Delta 17 Prozent. Boeing half zudem die Entscheidung der US-Rechenschaftsbehörde zu dem Milliarden-Tankerauftrag an EADS und seinem US-Partner Northrop Grumman. Einen Höhenflug erlebten auch die Papiere von Continental und United Airlines: Continental-Aktien gingen mit einem Plus von 16 Prozent aus dem Handel, United-Papiere legten gar knapp 24 Prozent zu.

Auch Einzelhändler wie die Baumarktkette Home Depot gehörten zu den Gewinnern, die Aktie lag 2,4 Prozent im Plus. „Niedrigere Ölpreise sind gut für den Verbraucher, man kann davon ausgehen, dass er dann mehr Geld ausgibt“, sagte William Rutherford von Rutherford Investment Management LLC.

Die Aktien von Banken mussten am Donnerstag jedoch Verluste hinnehmen. Citigroup-Aktien schlossen über ein Prozent im Minus, nachdem der Finanzchef der Bank größere Abschreibungen im zweiten Quartal nicht ausgeschlossen hatte. Auch die Papiere von JPMorgan Chase und der Bank of America schlossen im Minus.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,29 Mrd. Aktien den Besitzer. 1560 Werte legten zu, 1556 gaben nach und 94 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,26 Mrd. Aktien 1653 im Plus, 1191 im Minus und 131 unverändert. An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 19/32 auf 97-08/32. Sie rentierten mit 4,217 Prozent. Die 30-jährigen Bonds fielen 21/32 auf 93-27/32 und hatten eine Rendite von 4,764 Prozent.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%