Marktbericht USA
US-Börsen drehen in die Gewinnzone

Die amerikanischen Aktienmärkte haben am Mittwoch eine Berg- und Talfahrt erlebt. Während lange Zeit die Ängste über die Probleme an den Immobilienmärkten den Handel lähmten, griffen die Anleger in den letzten Stunden zu. Nach einem rasanten Endspurt schloss die Wall Street schließlich deutlich im Plus.

HB NEW YORK. Die US-Börsen haben am Mittwoch nach ständigen Schwankungen im Plus geschlossen. Einerseits suchten Anleger nach Schnäppchen zum Wiedereinstieg. Anderseits belasteten wachsende Sorgen über die Krise der US-Hypothekenbranche und Kreditprobleme den Markt.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte stieg um 1,1 Prozent auf 13 362 Punkte. Er pendelte zwischen 13 133 und 13 393 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte 0,7 Prozent auf 1465 Zähler zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq notierte 0,3 Prozent stärker bei 2553 Punkten.

"Der Markt muss jetzt einfach mal Stabilität finden", sagte Analyst Rick Meckler von LibertyView Capital Management. Risikoscheue Anleger nähmen die jüngsten Verluste zum Anlass, ihr Engagement zurückzufahren. Andere nutzten gefallene Kurse für günstige Zukäufe.

Zuvor hatte die Investmentbank Bear Stearns einen weiteren Hedge-Fonds geschlossen, der in Hypotheken investierte. Die Bank begründete den Schritt damit, dass nervöse Anleger ihr Geld zurückziehen wollten. Wegen der Krise bei zweitklassigen Hypotheken waren bereits zwei andere Hedge-Fonds von Bear Stearns zusammengebrochen. Aktien der Investmentbank verloren nun 2,4 Prozent auf 118,30 Dollar und zogen die Titel von Konkurrenten wie Lehman Brothers ins Minus.

Auch Papiere der Immobilienbranche tendierten schwächer. Der Kurs des Wohnbauunternehmens Beazer Homes stürzte vorübergehend um mehr als 40 Prozent ab und notierte bei 11,48 Dollar immer noch rund 18 Prozent niedriger als der Schlusskurs vom Vortag. Grund waren Gerüchte über eine bevorstehende Bankrott-Erklärung. Auch das umgehende Dementi des Unternehmens konnte den Kursverfall nicht verhindern.

Zu den Gewinnern zählten die Papiere des Medienkonzerns Dow Jones, die um 1,3 Prozent auf 58,10 Dollar zulegten. Nach monatelangem Poker hatten die Eigentümer-Familie Bancroft dem Verkauf an die News Corporation des Milliardärs Rupert Murdoch zugestimmt. Der Kurs der Bio-Supermarktkette Whole Foods Market legte um 6,7 Prozent auf 39,52 Dollar zu. Das Unternehmen hatte einen geringer als erwartet ausgefallenen Gewinnrückgang gemeldet.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 2,42 Milliarden Aktien den Besitzer. 1421 Werte legten zu, 1911 gaben nach und 90 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,91 Milliarden Aktien 1240 im Plus, 1794 im Minus und 112 unverändert.

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