Marktbericht USA
US-Börsen geben nach

Spekulationen um Zinserhöhungen sowie ein gesunkener Ölpreis haben am Mittwoch die US-Aktienmärkte stark belastet. Zu den Verlierern zählten die Aktien der Großen Ölkonzerne. Über satte Kursgewinne konnten sich die Anleger von Home Depot freuen.

HB NEW YORK. Die Anleger verfolgten die steigenden Renditen am Anleihemarkt mit Sorge, da dies eine Anhebung des Zinssatzes durch die US-Notenbank signalisieren könnte. Unter dem Rückgang des Ölpreises im Zuge höherer Lagerbestände litten vor allem Energiewerte. Für positive Stimmung sorgte dagegen der angekündigte Aktienrückkauf der Baumarktkette Home Depot über 22,5 Mrd. Dollar. Auch überraschend starke Quartalszahlen von Morgan Stanley beflügelten einige Kurse.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 1,07 Prozent schwächer bei 13 489 Zählern. Im Verlauf bewegte er sich zwischen 13 483 und 13 674 Stellen. Die US-Technologiebörse Nasdaq büßte 1,02 Prozent auf 2599 Punkte ein. Der breiter gefasste S&P-500-Index gab 1,36 Prozent auf 1512 Stellen nach.

„Die Sorge ist, dass die Renditen am Rentenmarkt weiter steigen und der Wirtschaft einen Dämpfer verpassen“, sagte Angel Mata von Stifel Nicolaus Capital Markets. Die wieder stärkeren Sorgen vor einer Zinserhöhung trafen vor allem die Aktien von Banken sowie besonders konjunkturempfindlichen Konzernen: Die Papiere der Bank of America gaben rund ein Prozent auf 49,98 Dollar nach; die Aktien des Baugeräteherstellers Caterpillar verloren etwa 1,4 Prozent auf 81,38 Dollar.

Zu den Verlierern zählten auch die Anleger der großen Ölmultis, nachdem sich die Sorte London Brent zeitweise um mehr als zwei Dollar auf 69,62 Dollar das Barrel verbilligt hatte. Der Aktienkurs von Exxon Mobil gab 3,5 Prozent auf 82,82 Dollar nach, die Chevron-Papiere büßten 2,8 Prozent auf 80,97 Dollar ein. Dagegen legten die Aktien von Home Depot um 4,6 Prozent auf 40,03 Dollar zu. Das Unternehmen hatte am Dienstagabend neben dem Aktienrückkauf auch den Verkauf seiner Sparte HD Supply für 10,3 Mrd. Dollar beschlossen. An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,68 Mrd. Aktien den Besitzer. 725 Werte legten zu, 2590 gaben nach und 116 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,99 Mrd. Aktien 841 im Plus, 2181 im Minus und 116 unverändert.

An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 13/32 auf 95-01/32. Sie rentierten mit 5,144 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 25/32 auf 92-15/32 und hatten eine Rendite von 5,254 Prozent.

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