Marktbericht USA
US-Börsen schließen uneinheitlich

Die Börsen in New York haben am Montag uneinheitlich geschlossen. Der hohe Ölpreis sorgte für Auftrieb bei den Energietiteln. Finanzwerte gerieten jedoch erneut unter Druck, nachdem nachdem Goldman Sachs die Branche herabgestuft hatte und Berichte über Massenentlassungen bei Großbanken die Runde machten.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte ging praktisch unverändert mit 11 842 Punkten aus dem Handel, der breiter gefasste S&P-500-Index ebenfalls kaum verändert mit 1318 Zählern. Im Handelsverlauf bewegte sich der Dow-Jones-Index zwischen 11 814 und 11 886 Zählern. Der Technologie-Index Nasdaq gab um 0,9 Prozent nach und endete bei 2385 Punkten. In Frankfurt hatte der Dax einem schwachen Ifo-Index sowie dem anhaltend teuren Öl getrotzt und 0,2 Prozent fester bei 6589,46 Punkten geschlossen.

In New York war die Nachfrage nach Energiewerten groß: Die Aktie von Exxon Mobil führte die Gewinner in Dow und S&P 500 an und ging mit einem Plus von 3,3 Prozent aus dem Handel. Citigroup-Aktien gingen nach der Branchen-Herabstufung und dem Bekanntwerden der angeblichen massiven Stellenstreichungspläne mit einem Abschlag von 3,9 Prozent aus dem Handel. Die Papier des Konkurrenten Goldman Sachs, der bereits rund ein Zehntel seiner Mitarbeiter im Investmentbanking entlassen haben soll, gaben 2,8 Prozent nach. Die Aktie der Bank of America rutschte gar 4,5 Prozent ab. Die Finanzwerte zeigten sich weiterhin schwach, weil neue schlechte Nachrichten aus der Branche befürchtet würden, sagte Michael James von Wedbush Morgan. Zu den größten Verlierern im Dow Jones gehörten auch die Papiere des Versicherers American International Group. Die Aktie rutschte 5,6 Prozent ab, nachdem sie in einem Medienbericht wegen möglicher weiterer Bilanzsorgen als schlechte Investition bezeichnet wurde. Nach anfänglichen Gewinnen beendete auch die Aktie des Agrarkonzerns Bunge den Handel mit Verlusten. Das Unternehmen hatte mitgeteilt, für 4,8 Mrd. Dollar den heimischen Rivalen Corn Products zu kaufen. Bunge-Aktien wurden über neun Prozent billiger, Corn-Papiere lagen dagegen über 18 Prozent im Plus. Die Aktie von Motorola stürzte nach einer Herabstufung durch die Investmentbank Piper Jaffray bis zum Handelsschluss über sechs Prozent ab. Auch die Papiere von Autoherstellern mussten Federn lassen, da Investoren eine geringe Nachfrage im Juni befürchteten. Die Aktie von General Motors rutschte auf den tiefsten Stand seit 33 Jahren und endete 6,4 Prozent im Minus bei 5,28 Dollar. Das Ford-Aktie ging über neun Prozent leichter aus dem Handel.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,08 Mrd. Aktien den Besitzer. 1049 Werte legten zu, 2109 gaben nach und 80 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 1,88 Mrd. Aktien 829 im Plus, 2040 im Minus und 129 unverändert. An den US-Kreditmärkten endeten die zehnjährigen Staatsanleihen unverändert bei 97-20/32. Sie rentierten mit 4,170 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 13/32 auf 94-25/32 und hatten eine Rendite von 4,702 Prozent.

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