Marktbericht USA
Wall Street in Kauflaune

Zum Start der neuen Handelswoche zeigen die Kurse an der Wall Street nach oben. Starke Quartalszahlen von Pharmakonzernen sowie Fusionsnachrichten haben an den US-Börsen für Kauflaune gesorgt. Unter anderem die Ankündigung, das Erdöl-Förderunternehmen Transocean wolle den Konkurrenten GlobalSantaFe übernehmen, erfreute die Investoren. Ein deutlicher Rückgang des Ölpreises gab zudem den Kursen großer Industrie-Firmen weiteren Auftrieb.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss in New York 0,67 Prozent fester bei 13 943 Punkten. Im Handelsverlauf hatte er sich zwischen 13 851 und 13 973 Stellen bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,49 Prozent auf 1541 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq legte 0,11 Prozent auf 2690 Stellen zu.

Durch die Übernahme von GlobalSantaFe für fast 18 Milliarden Dollar kann Transocean seine Marktführung beim Betrieb von Tiefsee-Bohrinseln um eine starke Präsenz im Markt der Förderanlagen für flachere Gewässer erweitern. Solche Gebiete rücken derzeit in das Blickfeld vieler Ölgesellschaften, die dort neue Fördergebiete erschließen wollen. Der Kurs der Transocean-Aktie zog um 5,45 Prozent auf 115,96 Dollar an, das Papier von GlobalSantaFe wurde 4,8 Prozent teurer und kostete damit 78,33 Dollar.

Die Fusionsmeldungen befeuerten die Kauflust der Investoren, sagte Tom Schrader von Stifel Nicolaus Capital Markets. Allerdings gebe es auch große Unklarheit über die weiteren Kursentwicklungen: "Da es die wichtigste Woche der Berichtssaison ist, wollen alle sehen, wie die weiteren Unternehmensergebnisse in den kommenden Tagen ausfallen."

Dem Ölservice-Konzern Halliburton bescherte ein unerwartet hoher Quartalsgewinn einen Kursanstieg von 3,2 Prozent auf 37,74 Dollar. Auch das Pharma-Unternehmen Merck & Co. übertraf mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen. Die Aktien legten daraufhin 6,75 Prozent auf 52,33 Dollar zu.

Der Preis für ein Fass US-Leichtöl fiel in New York um rund 80 Cent unter die Marke von 75 Dollar, was besonders energieabhängigen Firmen Gewinne bescherte: Die 3M-Aktie verteuerte sich um 0,73 Prozent auf 90,87 Dollar.

Für Kursgewinne sorgte die Meldung eines Finanzdienstes, Nokia Siemens Networks wolle den US-Netzwerk-Ausrüster Tellabs für sieben Mrd. Dollar übernehmen. Tellabs-Aktien zogen daraufhin 2,95 Prozent auf 12,20 Dollar an.

Zu den Verlierern gehörte die weltgrößte Online-Reiseagentur Expedia, die mit Verweis auf fehlende attraktive Finanzierungsmöglichkeiten am Kreditmarkt ein Programm zum Aktienrückkauf zusammenstrich. Die Aktie rutschte 9,12 Prozent auf 26,71 Dollar ab.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,52 Mrd. Aktien den Besitzer. 1599 Werte legten zu, 1694 gaben nach und 125 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,09 Mrd. Aktien 1363 im Plus, 1628 im Minus und 131 unverändert. An den US-Kreditmärkten fielen die zehnjährigen Staatsanleihen um 2/32 auf 96-14/32. Sie rentierten mit 4,962 Prozent. Die 30-jährigen Bonds sanken um 2/32 auf 95-06/32 und hatten eine Rendite von 5,066 Prozent.

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