Marktbericht USA
Wall Street zeigt sich deutlich erholt

Die Wall Street hat am Mittwoch angesichts einer deutlichen Erholung von lange unter Druck stehenden Finanz- und Wohnungsbauaktien freundlich geschlossen. Der Dow-Jones-Index zog um 1,14 Prozent auf 13 657 Punkte an. Der S&P-500-Index stieg um 1,41 Prozent auf 1 497 Punkte. Der Nasdaq-Index festigte sich um 2,01 Prozent auf 2 612 Punkte.

HB NEW YORK. Der Rentenmarkt verlor an Boden. Der Euro notierte mit 1,3798 Dollar gegenüber 1,3758 Dollar am Vortag. Die Fed hatte am Vortag erklärt, dass die US-Wirtschaft trotz der Krise auf dem Immobilienmarkt auf Wachstumskurs bleibe.

Chef-Volkswirt Michael Darda von MKM Partners LLC erklärte die positive Stimmung an der Wall Street damit, dass die Gelegenheit zum Einstieg bei Aktien gerade günstig sei. Diese hätten sich nach der jüngsten Talfahrt auf niedrigerem Niveau eingependelt. Grundsätzlich seien sie als Vermögensanlage aber nach wie vor interessant, da viele Konzerne mit ihren Gewinnen positiv überraschten, betonte Darda. Darin bestehe der wichtigste Unterschied zum Börsencrash im Jahr 2000.

Ähnlich äußerte sich Investment-Stratege Ernie Ankrim von Russell Investment. Die Anleger seien auch deshalb recht entspannt, weil Fed-Chef Ben Bernanke auf die jüngsten Turbulenzen an den Märkten nicht überreagiert habe, sagte er.

Finanzwerte erholen sich

Zu den Konzernen, die mit ihrem Quartalsgewinn den Markt entzückten, zählte am Mittwoch Cisco. Der Konzern hatte seinen Gewinn im abgelaufenen Quartal um ein Viertel gesteigert und die langfristigen Wachstumsprognosen angehoben. Videos trieben die Nachfrage nach Netzwerken, sagte Firmenchef John Chambers. Die Aktien legten 6,7 Prozent auf 31,68 Dollar zu.

Anteilsscheine des US-Musikkonzerns Warner Music schossen um 21,3 Prozent in die Höhe auf 12,00 Dollar. Einem Zeitungsbericht zufolge erwägt das unter sinkenden CD-Verkäufen leidende Unternehmen den Rückzug von der Börse. Anteilsscheine von Finanzfirmen konnten von der Fed-Erklärung profitieren und erholten sich nach den jüngsten Verlusten wieder etwas: Papiere der Citigroup kletterten um 1,9 Prozent auf 49,49 Dollar, die von American Express um 4,2 Prozent auf 62,96 Dollar. Was den Markt indes vorübergehend in Unruhe versetzte, waren Gerüchte, wonach die Investmentbank Goldman Sachs nach Börsenschluss eine Erklärung abgeben wollte. Ein Konzernsprecher wies diese Berichte aber zurück. Die Goldman-Aktie verließ den Handel mit einem Aufschlag von 1,1 Prozent auf 193,30 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 2,6 Mrd. Aktien den Besitzer. 2403 Werte legten zu, 967 gaben nach und 67 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 3,55 Mrd. Aktien 2096 im Plus, 949 im Minus und 79 unverändert. An den US-Kreditmärkten verloren die zehnjährigen Staatsanleihen 19/32 auf 97-06/32. Sie rentierten mit 4,864 Prozent. Die 30-jährigen Bonds gaben 38/32 nach auf 95-25/32 und hatten eine Rendite von 5,025 Prozent.

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