Marktbericht USA
Zinssenkung sorgt für deutliche Gewinne

Die US-Börsen haben von der Zinssenkung durch die Notenbank Fed am Dienstag durchweg profitiert. Die Wall Street schloss, nachdem im Tagesverlauf erste Gewinne wieder abgegeben wurden, letztlich eindeutig im Plus. Abseits des Dow Jones gab es sogar den höchsten Anstieg seit einem halben Jahrzehnt.

HB NEW YORK. Nach der Zinssenkung der US-Notenbank Fed um 0,75 Basispunkte haben die New Yorker Börsen am Dienstag deutlich Gewinne eingefahren. Der breiter gefasste S&P-500 und der Technologie-Index Nasdaq verzeichneten ihren größten Tagesgewinn seit mehr als fünf Jahren. Bereits zuvor hatten die Aussicht auf eine erhebliche Zinssenkung und überraschend starke Quartalszahlen der US-Banken Goldman Sachs und Lehman Brothers dem Aktienmarkt Auftrieb gegeben.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 3,5 Prozent im Plus bei 12 392 Punkten. Im Tagesverlauf pendelte er zwischen 11 975 und 12 392 Punkten. Unmittelbar vor dem Zinsentscheid notierte der Index bereits 2,3 Prozent im Plus. Der breiter gefasste S&P-500 ging mit einem Aufschlag von sogar 4,2 Prozent auf 1330 Zählern aus dem Handel - das war der höchste Tagesgewinn seit Oktober 2002. Der Technologie-Index Nasdaq endete ebenso 4,2 Prozent im Plus auf 2 268 Stellen und verbuchte damit seinen höchsten Tagesanstieg seit März 2003. Zuvor hatte in Deutschland bereits der Dax 3,4 Prozent im Plus auf 6 393 Zählern geschlossen.

Die Fed senkte den Leitzins auf 2,25 von zuvor 3,0 Prozent, um die weltgrößte Volkswirtschaft im Zuge der Kreditmarktkrise vor größerem Schaden zu bewahren. Bereits am Wochenende hatten die Notenbanker um Ben Bernanke in einer Dringlichkeitssitzung den Diskontsatz gesenkt, zu dem sich Banken über Nacht bei der Fed Geld besorgen können. "Ich denke, die Kreditkrise ist immer noch nicht hinter uns", sagte David Joy von Riversource Investments. Es fehle noch einiges, bis das Vertrauen wieder vollständig hergestellt sei. Er glaube aber, dass die Fed diesbezüglich den Weg bereitet habe.

Positiv nahmen die Anleger an der Wall Street zudem die jüngsten Daten zu Wohnbaubeginnen auf: Diese gingen im Februar zwar um 0,6 Prozent zurück - Volkswirte hatten allerdings mit einem deutlicheren Einbruch gerechnet. Aktien von Goldman gingen mit einem Plus von mehr als 16 Prozent aus dem Handel. Das Geldhaus hatte zwar einen Gewinnrückgang für das erste Quartal bekanntgegeben, aber die Schätzungen der Analysten übertroffen. Ähnlich war die Entwicklung beim Konkurrenten Lehman, dessen Papiere um satte 46 Prozent zulegten. Von den Zahlen konnten auch andere Finanztitel profitieren: Aktien der Citigroup gewannen elf Prozent hinzu.

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