Marktbericht
Wall Street arbeitet sich aus dem Tief

Freundliche US-Konjunkturdaten haben der Wall Street am Mittwoch nach der deutlichen Talfahrt vom Vortag wieder Gewinne beschert. Vor allem Tech-Werte notierten fester. Ein leichter Anstieg des Ölpreises machte auch Titel der Öl-Multis wieder attraktiv.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss um 0,55 Prozent fester bei 11 053 Punkten. Im Handelsverlauf hatte er sich zwischen 10 991 und 11 069 Zählern bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,83 Prozent auf 1291 Stellen. Der Index der Technologiebörse Nasdaq Composite lag mit 2314 Punkten um 1,46 Prozent im Plus.

Das US-Handelsministerium hatte mitgeteilt, die Ausgaben der US-Verbraucher seien im Januar so stark gestiegen wie seit Juli nicht mehr. Zudem gingen die Ersparnisse erneut zurück. Die Zahlen deuteten darauf hin, dass in den USA möglicherweise schon bald keine Zinserhöhungen mehr nötig seien, hieß es am Markt. Zinsentscheidungen werden an den Börsen besonders aufmerksam verfolgt, können diese doch die Gewinne der Unternehmen schmälern.Auch zum Wachstum der US-Industrie gab es positive Nachrichten: Dem Konjunkturindex der US-Einkaufsmanager zufolge nahm es im Februar stärker zu als erwartet.

Analyst William Lefkowitz von vFinance Investments machte für die gute Stimmung auf dem Börsenparkett auch das allgemeine Interesse der Investoren an jenen Aktien verantwortlich, die zuletzt etwas schwächer notiert hätten. So seien etwa die Gewinne der Techwerte zu erklären. Titel des Netzwerkausrüsters Cisco verteuerten sich um 4,1 Prozent auf 21,06 Dollar. Ein hochrangiger Vertreter des Konzerns wollte im Tagesverlauf auf einer Konferenz von Merrill Lynch sprechen. Marktexperten erhofften sich von seinen Äußerungen Aufschluss darüber, wie es der Branche insgesamt geht.

Auch Anteilsscheine des US-Internetkonzerns Google waren wieder gefragt und legten um 0,6 Prozent auf 364,80 Dollar zu. Am Vortag hatten sie zeitweise mehr als zehn Prozent verloren, nachdem das Unternehmen von einem sich verlangsamenden Wachstum gesprochen hatte.

"Der Aktienmarkt ist ziemlich elastisch", sagte Portfolio-Manager Rick Campagna von Provident Investment Council mit Blick auf den deutlichen Aufwärtstrend. Grund dafür sei unter anderem, dass die Quartalszahlen der Unternehmen nach wie vor recht stark seien. Und im Vergleich zu anderen Anlageformen blieben Aktien auch relativ günstig.

Zu den Unternehmen mit starken Quartalszahlen zählte am Mittwoch der Software-Hersteller Autodesk, dessen Anteilsscheine um 10,7 Prozent auf 41,68 Dollar kletterten. Der Konzern hatte die Analysten zudem mit seiner angehobenen Prognose für 2007 erfreut.

Der Preis für ein Barrel (knapp 159 Liter) US-Leichtöl lag im späten Handel bei rund 62 Dollar - damit kostete der Rohstoff knapp 60 Cent mehr als am Vortag. Regierungsdaten zufolge steigt die Nachfrage nach Benzin wieder. Zudem hatten Rebellen in Nigeria neue Angriffe auf Öl-Förderanlagen angekündigt. Entsprechend legten die Aktien der Öl-Konzerne zu. So stiegen Papiere von Exxon Mobil um 1,6 Prozent auf 60,34 Dollar.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,63 Mrd. Aktien den Besitzer. 2377 Werte legten zu, 955 gaben nach und 136 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,22 Mrd. Aktien 2107 im Plus, 956 im Minus und 114 unverändert. An den US-Kreditmärkten gaben die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel um 08/32 auf 99-09/32 nach. Sie rentierten mit 4,590 Prozent. Die 30-jährigen Bonds verloren 25/32 auf 98-31/32 und hatten eine Rendite von 4,562 Prozent.

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