Marktbericht
Wall Street schließt fester

Deutlich gesunkene Ölpreise haben die Furcht der Anleger an der Wall Street gedämpft und die Kurse in die Höhe getrieben. Händlern zufolge hellte zudem die Erwartung einer Jahresend-Rally die Stimmung auf dem Börsenparkett auf. Kursverluste einiger Börsenschwergewichte hätten jedoch den Aufschwung begrenzt.

rtr NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte verließ den Handel 0,53 % höher mit 10 586 Punkten. Im Geschäftsverlauf hatte er zwischen 10 593 und 10 520 Zählern gependelt. Der breite gefasste S&P-500-Index legte 0,22 % auf 1223 Punkte zu. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte um 0,41 % auf 2178 Stellen vor.

"Milde Temperaturen im November tragen dazu bei, die Stimmung für Energiewerte zu dämpfen", sagte Mike Driscoll von der Investmentbank Bear Stearns. Michael Viracola von Adam Harkness merkte zur Marktentwicklung an: "Ein Rückgang der Ölpreise ist immer willkommen und in Kombination mit den Hoffnungen der Investoren auf eine Rally liefert das der Börse zum Beginn der neuen Woche Unterstützung."

Milde Witterung auf der gesamten nördlichen Erdhalbkugel und eine Erholung der US- Förderung von den Folgen der Wirbelstürme ließen die Ölpreise beiderseits des Atlantiks um fast 1,20 Dollar je Barrel (knapp 159 Liter) fallen. Die Anleger sahen in dieser Entwicklung jedoch eine Schmälerung der Gewinn-Aussichten der großen Energiekonzerne. So verkauften sie Papiere wie die des weltgrößten Ölkonzerns Exxon Mobil und drückten damit deren Kurs um knapp 1,4 % auf 57,10 Dollar. Auch die Titel des Konkurrenten Chevron gerieten unter Druck und büßten gut ein Prozent auf 57,40 Dollar ein.

Der milliardenschwere Streit um die Einhaltung der Übernahme-Vereinbarung des US-Medizintechnikherstellers Guidant mit dem Fusionspartner Johnson & Johnson schlug sich Händlern zufolge auch in den Kursen beider Unternehmen nieder. Guidant-Aktien sackten um fast 2,4 % auf 57,52 Dollar ab, nachdem der Konzern erklärt hatte, J&J auf Einhaltung der Fusionsvereinbarung verklagt zu haben. J&J-Aktien zogen dagegen um fast ein Prozent auf 61,43 Dollar an. Der Konzern vertrat die Auffassung, er müsse die Akquisition nicht in der vereinbarten Form abschließen, weil eine Reihe von Rückrufen von Guidant-Produkten den Wert von Guidant gemindert habe.

Unterstützung erhielten Dow und Nasdaq vom weltgrößten Softwarekonzern Microsoft. Die Aktien legten gut 1,3 % auf 27,01 Dollar zu, nachdem die "New York Times" berichtet hatte, Microsoft sei der führende Bieter für einen Einstieg bei der Internetsparte AOL des US-Medienriesen Time Warner. Time-Warner-Papiere wurden daraufhin unverändert angeschrieben.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,47 Mrd. Aktien den Besitzer. 1840 Werte legten zu, 1413 gaben nach und 184 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von rund 1,61 Mrd. Aktien 1703 im Plus, 1335 im Minus und 155 unverändert.

An den US-Kreditmärkten gewannen die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel 8/32 auf 97,00 Punkte. Sie rentierten mit 4,635 %. Die 30-jährigen Bonds legten im Kurs um 17/32 auf 107-30/32 Zähler. Dabei ergab sich eine Rendite von 4,826 %.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%