Marktbericht
Wall Street schließt mit Kursgewinnen

Ein positiver Konjunkturbericht der US-Notenbank (Fed) und ein sinkender Ölpreis haben den US-Börsen am Mittwoch deutliche Gewinne beschert. Auch einige starke Quartalszahlen großer US-Unternehmen hellten die Stimmung der Anleger an der Wall Street auf.

HB NEW YORK. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte pendelte im Verlauf zwischen einem Hoch von 10.414 und einem Tief von 10.232 Punkten. Er verließ den Handel um 1,25 Prozent fester bei 10.414 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500-Index legte um 1,5 Prozent auf 1195 Zähler zu und der Index der US-Technologiebörse Nasdaq um 1,71 Prozent auf 2091 Punkte.

Dem Bericht Beige Book zufolge ist die US-Wirtschaft im September und Anfang Oktober weiter gewachsen. Allerdings habe es Preisanstiege bei Energie, Öl-basierten Produkten und Baumaterialien gegeben, teilten die Währungshüter mit. Das Beige Book dient dem für die Geldpolitik verantwortlichen Offenmarktausschuss der Fed (FOMC) als wichtige Grundlage für seine Zinsentscheidung. Zuletzt hatte die Notenbank keinen Zweifel daran gelassen, dass sie ihre Politik der maßvollen Zinserhöhung beibehalten werde.

Zuletzt sei viel Angst vor zunehmender Inflation geschürt worden und nun sei abgesehen von den Energiepreisen kein Trend zur Verteuerung festzustellen, kommentierte Analyst Alfred Kugel von Stein Roe Investment Counsel die Erleichterung auf dem Markt. Auch verschiedene Fed-Vertreter wiesen am Mittwoch darauf hin, dass die Inflation im Land trotz der Energiepreise zunächst unter Kontrolle sei.

Der Preis für ein Barrel (knapp 159 Liter) leichtes US-Öl fiel nach Berichten über unerwartet hohe Lagerbestände zeitweise um 1,60 Dollar. "Ein guter Faktor für den Markt", sagte Analyst Som Dasgupta von der PNC Corporate Bank. Allerdings müssten sich die sinkenden Ölpreise irgendwann auch auf den Verbraucher-Sektor niederschlagen, damit die Börsen einen nachhaltigen Schub bekommen könnten, fügte er hinzu.

Am Technologiemarkt drückten zeitweise die Quartalszahlen des weltgrößten Chipherstellers Intel auf die Stimmung. Der Konzern hatte am Vortag nach Börsenschluss seine Ergebnisse präsentiert und darin zwar einen Gewinnanstieg ausgewiesen, aber mit seinem Umsatzausblick die Analysten enttäuscht. Die Aktien verloren im späten Handel noch leicht um 0,1 Prozent auf 23,69 Dollar.

Auch Papiere des US-Mischkonzerns Honeywell waren bei den Investoren wenig gefragt und gaben um rund 5,2 Prozent auf 34,05 Dollar nach. Das Unternehmen hatte mit seiner Umsatzprognose ebenfalls die Analysten enttäuscht.

Starke Quartalsergebnisse bei den Finanzinstituten JP Morgan und Bank of America sorgten Händlern zufolge dagegen für gute Stimmung. JP-Morgan-Papiere verteuerten sich um rund 2,8 Prozent auf 34,73 Dollar, Bank-of-America-Aktien um rund 2,1 Prozent auf 42,44 Dollar. Anteilsscheine des zweitgrößten Mobiltelefonherstellers Motorola legten um rund 4,2 Prozent auf 21,02 Dollar zu. Der Konzern hatte am Vortag mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen der Analysten übertroffen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 2,06 Milliarden Aktien den Besitzer. 2142 Werte legten zu, 1169 gaben nach und 143 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von rund 1,92 Milliarden Aktien 1968 im Plus, 1061 im Minus und 135 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen im späten Handel um 02/32 auf 98-09/32. Sie rentierten mit 4,465 Prozent. Die 30-jährigen Bonds tendierten unverändert bei 110-01/32 und hatten eine Rendite von 4,693 Prozent.

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