Marktbericht Wall Street
US-Börsen profitieren vom Ende der Gefangenenkrise

Die US-Aktienmärkte haben vom Ende der Krise um die im Iran gefangen gehaltenen britischen Soldaten profitiert und leichte Gewinne verzeichnet. Allerdings weisen die jüngsten Konjunkturdaten Marktteilnehmern zufolge auf ein schwächeres Wachstum der US-Wirtschaft hin.

HB NEW YORK. Zu den Gewinnern gehörten vor allem die Aktien von Unternehmen, deren Geschäfte auch bei einer schwächeren Konjuntur gut laufen.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss um 0,16 Prozent im Plus bei 12.530 Punkten. Im Handelsverlauf hatte er sich zwischen 12.495 und 12.541 Zählern bewegt. Der breiter gefasste S&P-500-Index stieg 0,11 Prozent auf 1439 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq gewann 0,34 Prozent auf 2459 Punkte.

Irans Präsident Mahmud Ahmadineschad hatte am Mittwoch die Freilassung der seit fast zwei Wochen von seinem Land festgehaltenen britischen Soldaten angekündigt und damit eine schwere internationale Krise beendet.

Das Wachstum im US-Dienstleistungssektor verlangsamte sich im März überraschend auf das schwächste Tempo seit vier Jahren. Der viel beachtete Service-Index des Institute für Supply Management (ISM) fiel auf 52,4 Punkte von 54,3 Punkten im Februar. Allerdings signalisiert der Index mit einem Stand über 50 Punkten immer noch eine Expansion. Zugleich stieg der Auftragseingang im Februar unerwartet langsam. Die Daten weckten bei Marktteilnehmern die Hoffnung, die US-Notenbank Fed könne nun doch die Zinsen senken. „Die Zahlen zeigen seit einigen Monaten in Folge, dass das Wachstum im Servicebereich schwach ist“, sagte Stephen Carl von The Williams Capital Group. „Vielleicht führt das dazu, dass sich die Leute keine Sorgen mehr um die Inflation machen.“

Die Papiere von Altria gehörten mit einem Plus von 1,13 Prozent auf 70,44 Dollar zu den Gewinnern im Dow. Der Tabakkonzern hatte sich von der Nahrungsmittelsparte Kraft Foods getrennt und damit den dritten Tag in Folge seine Aktien beflügelt. Die Microsoft-Aktien gewannen nach positiven Analystenkommentaren 2,26 Prozent auf 28,50 Dollar.

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