Marktbericht Westeuropa: Eurostoxx schließt kaum verändert

Marktbericht Westeuropa
Eurostoxx schließt kaum verändert

Nach gemischt ausgefallenen Konjunkturdaten aus den USA hat der Eurostoxx 50 am Donnerstag kaum verändert geschlossen. Die Anleger warten nun Börsianern zufolge auf neue Impulse vom großen US-Arbeitsmarktbericht, der am Freitag veröffentlicht wird und die weitere Richtung vorgeben dürfte.

HB PARIS/LONDON. Nach gemischt ausgefallenen Konjunkturdaten aus den USA hat der Eurostoxx 50 am Donnerstag kaum verändert geschlossen. So lieferte der Immobilienmarkt zwar nach den jüngsten Enttäuschungen ein positives Signal: Die Zahl der noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufe im Juli kletterte unerwartet um 5,2 Prozent zum Vormonat. Andererseits jedoch stieg der Auftragseingang der Industrie im Juli nicht so deutlich wie von Experten prognostiziert worden war. Die Anleger warten nun Börsianern zufolge auf neue Impulse vom großen US-Arbeitsmarktbericht, der am Freitag veröffentlicht wird und die weitere Richtung vorgeben dürfte.

Die Zinsentscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) indes habe die Märkte kaum bewegt, sagten Händler. Der Leitzins für den Euroraum liegt weiterhin bei 1,0 Prozent. Zudem signalisierte die EZB trotz der jüngsten Wachstumsbelebung einen anhaltend niedrigen Leitzins.

Der Eurostoxx 50 verbuchte ein hauchdünnes Minus von 0,08 Punkten auf 2 715,19 Punkte. Auf prozentualer Basis schloss der europäische Leitindex damit praktisch unverändert. Am Vortag war der Eurostoxx 50 noch um 3,52 Prozent nach oben geklettert. In Paris stieg der CAC 40 am Abend um 0,21 Prozent auf 3 631,43 Punkte. Der Londoner Ftse 100 legte um 0,09 Prozent auf 5 371,04 Punkte zu.

Auf Unternehmensseite standen Pernod Ricard mit den Jahreszahlen im Fokus. Der französische Spirituosen-Hersteller hatte trotz sinkender Umsätze seinen Gewinn gesteigert. Organisch konnte das Unternehmen um vier Prozent wachsen und lag damit am oberen Ende seiner im Sommer aufgestellten Prognose. Laut Analyst Xavier Croquez von der französischen Investmentbank Cheuvreux fiel die Bilanz in etwa wie erwartet aus, wobei zwar die Liquidität stark ausgefallen sei, gleichzeitig aber eine hohe Verschuldung hervorsteche. Pernod-Aktien sackten als Schlusslicht im CAC 40 um 2,37 Prozent ab auf 61,25 Euro.

Papiere von Capgemini dagegen verteuerten sich um 1,17 Prozent auf 34,97 Euro. Händler verwiesen auf einen positiv aufgenommenen Zukauf der französischen Beratungsfirma in Brasilien. Die mittelgroße Akquisition sei ein guter Schachzug, sagte Cheuvreux-Analyst Michael Beucher.

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