Marktbericht Westeuropa
Gemischte US-Daten lassen Börsen in Paris und London stagnieren

Nach gemischt ausgefallenen Konjunkturdaten haben die europäischen Aktienmärkte am Freitag kaum verändert geschlossen. So hatte sich das von der Universität Michigan ermittelte Konsumklima in diesem Monat etwas stärker eingetrübt als ursprünglich gemeldet worden war.

HB PARIS/LONDON. Nach gemischt ausgefallenen Konjunkturdaten haben die europäischen Aktienmärkte am Freitag kaum verändert geschlossen. So hatte sich das von der Universität Michigan ermittelte Konsumklima in diesem Monat etwas stärker eingetrübt als ursprünglich gemeldet worden war. Zudem war die Wirtschaft in den USA auch im dritten Quartal nicht richtig in Schwung gekommen, kommentierten Experten das Wirtschaftswachstum von annualisiert 2,0 Prozent in der größten Volkswirtschaft der Welt. Die Stimmung der Einkaufsmanager in der Region Chicago aber hatte sich im Oktober überraschend aufgehellt.

Insofern schloss der Leitindex Eurostoxx 50 mit einem minimalen Minus von 0,02 Prozent auf 2 844,99 Punkte nahezu unverändert. Auf Wochensicht bedeutete dies aber einen Abschlag von genau 1,00 Prozent. In Paris sank der Cac-40-Index am Freitag um 0,03 Prozent auf 3 833,50 Punkte und der Londoner Ftse 100 fiel um 0,05 Prozent auf 5 675,16 Punkte.

Unter den 19 Branchenindizes des Stoxx 600 verbuchte der Automobil- und Zulieferersektor die größten Gewinne. Schlusslicht hingegen war die Rohstoffbranche.

Bei den Einzelwerten zogen vor allem die Aktien von führenden Fluggesellschaften das Interesse der Anleger auf sich. Am Morgen hatte British Airways dank eines Sparkurses und gestiegener Ticketpreise die Rückkehr in die Gewinnzone gemeldet. Trotzdem verloren die Papiere der Fluggesellschaft 3,24 Prozent auf 271,60 Britische Pence und fielen damit an das Ende des "Footsie". Händler sprachen von Gewinnmitnahmen bei British Airways nach einer starken Kursentwicklung in den vorangegangenen Handelstagen.

Ein ähnliches Bild zeigte sich bei den Aktien der spanischen Gesellschaft Iberia . Auch hier machten die Anleger Kasse, so dass die Aktien um 2,53 Prozent auf 3,1 530 Euro sanken und sich an das Ende des spanischen Leitindex Ibex 35 setzten. Die Fluggesellschaft hatte ihre Verluste aus dem ersten Halbjahr mit einem starken Sommerquartal wieder wettgemacht. Die Iberia will sich Anfang 2011 mit British Airways zusammenschließen.

Die Aktien des französischen Luxusgüterkonzerns Pinault-Printemps-Redoute (PPR) waren nach einem starken Handelsauftakt ebenfalls abgerutscht und mussten trotz guter Absatzzahlen ein Minus von 0,63 Prozent auf 117,80 Euro verkraften. Nach Angaben vom Donnerstagabend hatte der Konzern im dritten Quartal mehr verkauft als im Vormonat. Der vom Luxusgüterkonzern berichtete Umsatzanstieg habe die Erwartungen zwar leicht übertroffen, schrieb Analyst Neil Tyler von Jpmorgan in einer Studie. Der Experte merkte jedoch an, dass die durchschnittlichen Marktschätzungen angesichts eines bescheidenen Wettbewerbs und starker Zahlen von Konkurrenten zu niedrig gewesen seien.

Anteilsscheine des französischen Ölkonzerns Total schlossen mit einem minimalen Minus von 0,04 Prozent auf 39,045 Euro kaum verändert. Dank gestiegener Öl- und Gaspreise hatte Total auch im dritten Quartal ein starkes Gewinnplus verbucht. Der Überschuss war im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp 50 Prozent auf 2,8 Mrd. Euro gestiegen. Der Ölkonzern habe ein solides Zahlenwerk vorgelegt, meinte Analyst Bertrand Hodee vom Analysehaus Kepler Equities. Für das laufende Quartal gab sich Total aber vorsichtig. So dürften die Streiks in den französischen Raffinerien das Ergebnis belasten.

Wiederum in Madrid stiegen die Aktien von Banco Popular Espanol um 1,57 Prozent auf 4,6 470 Euro. Die Erträge hatten positiv überrascht. Außerdem rechnet das Bankhaus mit einem geringeren Druck auf die Margen. Ebenfalls nach Zahlen sanken die Aktien des belgischen Telekomkonzerns Belgacom um 0,74 Prozent auf 28,19 Euro.

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