Marktbericht Westeuropa
Guter US-Arbeitsmarktbericht stützt Europas Börsen

Dank überwiegend guter US-Konjunkturdaten haben die wichtigsten europäischen Aktienmärkte am Freitag zugelegt. In den USA war die Beschäftigung im August deutlich schwächer als gedacht gesunken. Der Eurostoxx 50 schloss 1,14 Prozent höher bei 2 746,23 Punkten.

HB PARIS/LONDON. Damit hätten die Sorgen um einen erneuten Rückfall der US-Wirtschaft in eine zweite Rezession zwar weiter abgenommen, sagten Händler. Allerdings mussten die Anleger auch einen kleinen Dämpfer hinnehmen: Die Stimmung der Einkaufsmanager im Dienstleistungssektor hatte sich im August unerwartet eingetrübt.

Der Eurostoxx 50 schloss 1,14 Prozent höher bei 2 746,23 Punkten. Auf Wochenbasis bedeutete dies ein Plus von 4,41 Prozent. In Paris kletterte der CAC 40 am Abend um 1,12 Prozent nach oben auf 3 672,20 Punkte. Der Londoner Ftse 100 legte um 1,06 Prozent auf 5 428,15 Punkte zu.

Zu den größten Profiteuren der guten Konjunkturdaten aus den USA zählten auch diesmal die Finanzwerte: Der europäische Branchenindex Stoxx Europe 600 Banks rückte um überdurchschnittliche 1,52 Prozent vor. Mit Blick auf die Einzeltitel stiegen Societe Generale um 3,72 Prozent auf 44,375 Euro und Credit Agricole um 3,27 Prozent auf 10,885 Euro. Papiere von Barclays verteuerten sich in London um 4,17 Prozent auf 325,00 Pence.

Im Eurostoxx 50 wiederum gewannen GDF Suez 1,61 Prozent auf 25,95 Euro. Die Franzosen arbeiteten mit der brasilianischen Eletrobras bei der Entwicklung von Projekten in Lateinamerika und Afrika zusammen, sagten Händler.

Aktien von Repsol-YPF , einem Unternehmen der Petrochemie, gaben indes als einer der schwächsten Wert des europäischen Leitindex 0,45 Prozent auf 18,81 Euro ab. Börsianer verwiesen als Belastung auf den gesunkenen Ölpreis. In London fielen die Anteilsscheine des Branchenkollegen Tullow Oil als Schlusslicht im "Footsie" um 2,45 Prozent auf 1 156 Pence.

Am Ende des europäischen Leitindex Eurostoxx 50 fielen die Papiere von Alstom um 1,10 Prozent auf 38,785 Euro. Die HSBC hatte das Kursziel für die Aktien von 70,00 auf 60,00 Euro gesenkt, die Einstufung aber auf "Overweight" belassen. Da der Kauf des Energieübertragungsgeschäfts von Areva erst im Juni abgeschlossen worden sei, werde diese Sparte entgegen seinen früheren Erwartungen nur einen Teilbeitrag zum laufenden Geschäftsjahr 2010/11 leisten, schrieb Analyst Colin Gibson in einer Branchenstudie. Der Experte habe deshalb seine Prognosen für das laufende und das kommende Geschäftsjahr reduziert. Das Kurspotenzial reiche aber weiterhin für ein "Overweight"-Votum aus. Zudem sei der gesamte Investitionsgütersektor mittlerweile günstiger bewertet als noch Ende März.

In London setzten sich die Aktien von Aggreko mit einem Plus von 5,50 Prozent auf 1 515 Pence an die Spitze des "Footsie". Händlern zufolge wird spekuliert, dass der Schweizer Energie- und Automationstechnikkonzern ABB an dem Vermieter mobiler Generatoren interessiert sein könnte. ABB-Aktien legten in Zürich um unterdurchschnittliche 0,83 Prozent auf 20,63 Franken zu.

Im Schweizer Standardwertebarometer Swiss-Market-Index (SMI) waren indes die Papiere von Synthes mit plus 1,63 Prozent auf 118,20 Franken besonders stark gefragt. Händler begründeten das Plus mit der Spekulation auf eine zusätzliche Ausschüttung an die Aktionäre, die wegen des hohen Kassenbestands des Medizintechnikunternehmens realistisch erscheine.

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