Marktbericht Westeuropa
Kontinentaleuropa bleibt auf der Erfolgsspur

Die wichtigsten Aktienmärkte in Kontinentaleuropa haben am Donnerstag an ihre Gewinne der vergangenen zwei Handelstage angeknüpft. Die Londoner Börse hingegen litt vor allem unter Verlusten bei den Minenwerten und gab infolge dessen leicht nach. Die wie erwartet ausgefallenen Zinsentscheidungen der Notenbanken brachten keine Impulse.

HB PARIS/LONDON. Der Eurostoxx 50 schloss mit einem Plus von 0,25 Prozent auf 2 786,88 Punkte. In Paris stieg der CAC-40-Index um 0,15 Prozent auf 3 770,47 Punkte. Der Londoner Ftse 100 büßte hingegen 0,34 Prozent auf 5 662,13 Punkte ein.

Insgesamt sei die Stimmung am Markt von Zurückhaltung geprägt gewesen, sagten Börsianer. Sie verwiesen dabei auf die anstehende Berichtssaison, die nach US-Börsenschluss vom US-Aluminiumhersteller Alcoa eingeläutet wird, sowie auf den an diesem Freitag anstehenden monatlichen US-Arbeitsmarktbericht. Auftrieb für die Eurozone-Märkte sei vor allem nach Aussagen von EZB-Chef Jean-Claude Trichet gekommen, dass die Europäische Zentralbank derzeit in Sachen Geldpolitik keinen Änderungsbedarf sehe. Dies habe zu Spekulationen geführt, dass die EZB dem Beispiel der US-Notenbank folgen und die Geldpolitik weiter lockern dürfte. Zudem waren die wöchentliche Daten vom US-Arbeitsmarkt erfreulich ausgefallen.

Die Papiere der beiden Autobauer Renault und Volvo genossen besondere Aufmerksamkeit an diesem Tag. Der französische Autobauer hat große Teile seiner Beteiligung am schwedischen Konkurrenten verkauft und rund drei Mrd. Euro erlöst, um seine Schulden zu reduzieren. Während die Renault-Papiere im Pariser Cac 40 um 8,45 Prozent auf 39,60 Euro in die Höhe schnellten, büßten Volvo in Stockholm 5,31prozent auf 91,90 schwedische Kronen ein.

Europaweit sehr schwach zeigten sich Zement- und Minenaktien. Börsianer verwiesen bei den Zementherstellern darauf, dass sich der irische Anbieter CRH auf einer Konferenz negativ zu den Aussichten im US-Geschäft geäußert habe. CRH-Titel rutschten im Eurostoxx 50 um 2,63 Prozent ab und Saint-Gobain verloren 1,00 Prozent. Lafarge gaben im Cac 40 um 4,56 Prozent nach und Holcim sanken im Swiss-Market-Index (SMI) um 1,67 Prozent. Minenwerte litten in London darunter, dass die Metallpreise nach einer Erholung des Dollar deutlich fielen. So büßten etwa Rio Tinto , Anglo American , Xstrata , Antofagasta und Kazakhmys zwischen 1,6 und 5,6 Prozent ein.

Die Papiere der Man Group stiegen hingegen im Ftse 100 um 5,09 Prozent auf 244,969 Pence zu. Händler begründeten dies mit Spekulationen über eine mögliche Übernahme des Hedge-Fonds. Um ebenfalls kräftige 4,91 Prozent auf 388,23 Pence stiegen die Titel von Marks & Spencer . Der britische Einzelhändler konnte auch im zweiten Viertel des laufenden Geschäftsjahres an seine gute Geschäftsentwicklung der Vorquartale anknüpfen und steigerte seinen Umsatz auf vergleichbarer Fläche.

Der Eurostoxx 50-Wert Unibail-Rodamco hingegen verlor nur rein optisch kräftig und schloss bei 145,85 Euro. Auf der Hauptversammlung am 8. September war eine Sonderdividende von 20,00 Euro je Aktie beschlossen worden, die an diesem Tag ausgezahlt wurde.

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