Marktbericht Wien: ATX schafft es knapp ins Plus

Marktbericht Wien
ATX schafft es knapp ins Plus

Nach einer leichteren Tendenz am Morgen schaffte es die Börse in Wien am Ende gerade noch in die Gewinnzone. Im Blickpunkt befand sich neben Zumtobel auch der Baukonzern Strabag mit zwei Übernahmen in der Schweiz.
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WienDie Wiener Börse hat die Sitzung am Montag bei moderatem Volumen mit moderaten Gewinnen beendet. Der ATX stieg 0,20 Prozent auf 2.833,43 Punkte.

Die europäischen Aktienmärkte fanden zum Wochenauftakt keine klare Richtung. Nach einer durchwegs schwachen Eröffnung schaffte es der Großteil der Indizes im Verlauf klar in die Gewinnzone. Mit einer verhaltenen Eröffnung an der Wall Street drehten zahlreiche europäischen Indizes jedoch wieder in den roten Bereich ab. Lediglich eine kleine Anzahl an Konjunkturdaten aus der zweiten Reihe standen zur Veröffentlichung an und brachten nur wenig Impulse.

An der Spitze der Kurstafel kletterten Zumtobel <ZAG.EAV> konkurrenzlos um 6,28 Prozent auf 22,60 Euro. Der Vorarlberger Leuchtenhersteller hatte vor Börsenbeginn seine Bilanz zum dritten Geschäftsquartal vorgelegt und die Erwartungen der Analysten übertroffen. "Die Ergebnisse sind durchwegs recht gut ausgefallen", kommentierte ein Analyst. Nach neun Monaten hat Zumtobel den Reingewinn auf 52,6 Mill. Euro mehr als verdoppelt.

Zahlreiche Analystenstimmen wurden zum Wochenauftakt bekannt. So haben die Experten der Citigroup die Anlageempfehlung für die Erste Group von "buy" auf "hold" zurückgenommen und die Gewinnprognosen zurückgeschraubt. Die Bankaktien gingen um 0,33 Prozent fester bei 36,27 Euro aus dem Handel. Die Unicredit hat indessen das Kursziel für Intercell von zwölf auf 9,50 Euro gekürzt. Die Anteile des Impfstoffherstellers rutschten 2,25 Prozent auf 8,37 Euro ab.

Eine minimale Kurszielreduktion von 50 auf 49 Euro nahmen die Unicredit-Analysten beim Flughafen Wien vor. Durch das Skylink Terminal und eine dritte Landebahn dürften die Kosten des Airports stark steigen. Die Aktien gewannen 0,51 Prozent auf 47,28 Euro. Zuletzt erhöhte die Societe Generale das Kursziel für Immofinanz Immobilien von 2,95 auf 3,15 Euro. Die Titel schlossen unverändert bei 3,12 Euro.

Mit zwei Übernahmen in der Schweiz gerieten Strabag-Aktien in den Blickpunkt. Der Baukonzern hat die beiden Unternehmen Brunner Erben und Astrada übernommen und will den Umsatz in der Schweiz dadurch verdoppeln. Die Strabag wird somit zur Nummer drei der eidgenössischen Baubranche. Die Aktien stiegen um 3,82 Prozent auf 21,87 Euro.

Am Dienstag gewinnt die Berichtssaison mit den Bilanzpublikationen von Andritz und RHI nochmals an Fahrt. Bei beiden Unternehmen sehen Analysten von Großbanken kräftige Ergebnissteigerungen für das Geschäftsjahr 2010. Andritz gaben 0,16 Prozent auf 61,55 Euro nach und RHI verloren 0,34 Prozent auf 26,51 Euro.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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