Marktbericht Wien
Spannungen im Nahen Osten belasten erneut

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Mittwoch bei durchschnittlichem Volumen mit tieferen Notierungen beendet. Neben den Spannungen in Libyen belasteten auch die Öl- und Goldpreise und Sorgen um die Schuldenkrise den Handel.
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WIEN. Der ATX fiel 25,01 Punkte oder 0,87 Prozent auf 2863,78 Einheiten. Die Sorgen um die Unruhen im Nahen Osten und in Nordafrika haben die Aktienmärkte in ganz Europa am Mittwoch erneut in die Verlustzone gedrängt. Auch der heimische Index konnte sich dieser Tendenz nicht entziehen und ging mit deutlichen Abschlägen aus dem Handel. Belastend kamen neben den politischen Spannungen in Libyen der jüngste Höhenflug der Öl- und Goldpreise sowie die einmal mehr aufkeimenden Sorgen um die Euro-Schuldenkrise hinzu. Auch die am Nachmittag veröffentlichten, positiven Zahlen zum US-Arbeitsmarkt, welche die Wall Street etwas unterstützen konnten, bewirkten keine Trendwende beim ATX.

Das Schlusslicht der Kursliste waren über den gesamten Handelstag hinweg die Titel des Verbund . Nach Vorlage von Gesamtjahreszahlen brachen die Papiere bis zur Schlussglocke um 6,92 Prozent auf 25,90 Euro ein. Der Stromversorger musste für 2010 einen Gewinnrückgang von 37,8 Prozent ausweisen, die Dividende wurde mit 0,55 Euro je Anteilsschein angesetzt (Vorjahr: 1,25 Euro je Titel). Die Analysten der Erste Bank hatten mit einer Dividende je Aktie von 0,65 Euro gerechnet, darüber hinaus schätzten die Experten den Ausblick für 2011 als enttäuschend ein.

Klar im Minus gingen auch Wienerberger aus der Sitzung, die Papiere rutschten um 3,39 Prozent auf 14,80 Euro ab. Marktteilnehmer führten die Kurskorrektur vor allem auf Gewinnmitnahmen zurück. In der Früh gaben darüber hinaus die Analysten der Raiffeisen Centrobank eine Neueinschätzung für die Titel bekannt. Die Analysten hatten das Kursziel für Wienerberger von 17 auf 18 Euro angehoben, an ihrer Kaufempfehlung hielten die RCB-Experten fest.

Auch für Andritz und Zumtobel gab es im frühen Handel neue Analystenkommentare. Die Analysten der Erste Group haben ihr Kursziel für die Andritz-Papiere von 69,50 Euro auf 71,10 Euro angehoben, die Aktien schlossen mit einem Plus von 0,67 Prozent auf 61,50 Euro. Zumtobel hingegen ermäßigten sich um 1,36 Prozent auf 21,35 Euro, nachdem die Goldman Sachs-Experten bei der unveränderten Anlageempfehlung "Neutral" das Kursziel von 17,90 Euro auf 20,40 Euro nach oben revidiert hatten.

Schließlich meldete sich die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) mit einer Neueinstufung der Anteilsscheine der Strabag zu Wort. Die Analysten hatten das Kursziel von 20 auf 25 Euro erhöht und gleichzeitig eine Kaufempfehlung ausgesprochen. Die positive Konjunkturentwicklung in wichtigen Strabag-Märkten würde nach Ansicht der Experten für Aufwärtspotenzial bei der Aktie sorgen. Zu Handelsschluss notierte Strabag bei minus 0,46 Prozent auf 20,70 Euro.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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