Marktbericht Wien
Wiener Börse schließt mit Verlusten

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Freitag bei eher geringem Volumen mit etwa tieferen Notierungen beendet. Nach einem volatilen Handelsverlauf schloss der Wiener Aktienmarkt in der Verlustzone. Der ATX fiel 0,55 Prozent auf 3 718,17 Einheiten.

dpa-afx/apa WIEN. Der ATX vollzog dabei die Bewegungen der Leitbörsen nach. Diese hatten zunächst positiv auf eine Finanzspritze für Bear Stearns reagiert. Dann wurde jedoch bekannt, dass die Abschreibungen des Instituts aus der Subprime-Krise noch höher sind als bisher erwartet, sagte ein Händler. Die Großbank ist am stärksten von allen US-Banken von der Kreditkrise betroffen. Allein heute büßten Bear Stearns-Titel an der Wall Street knapp die Hälfte ihres Werts ein.

Auf Berg- und Talfahrt befanden sich dementsprechend auch die Bankenwerte in Wien. Für Raiffeisen International blieb unterm Strich ein Verlust von 3,88 Prozent auf 77,80 Euro. Damit waren die Papiere Tagesverlierer. Erste Bank , deren Kursziel von der RCB von 62 auf 52 Euro reduziert wurde, fielen um 0,29 Prozent auf 37,49 Euro.

Gegen den Trend stemmten sich bis zum Handelsschluss die Aktien der Voestalpine . Die Titel kletterten um 6,28 Prozent auf 45,17 Euro. Im Tageshoch verbesserten sich die Papiere bis auf 45,70 Euro. "Stahlwerte sind generell in Europa stark, aber Voestalpine stechen besonders hervor", kommentierte ein Händler. Fundamentale Nachrichten habe es jedoch nicht gegeben.

Von Analystenseite gab es einige Kommentare. Von der LBBW kam eine Bestätigung des Anlagevotums "Kaufen" für Telekom Austria . Ebenfalls bekräftigt wurde das Kursziel von 24,80 Euro. Telekom Austria verloren 1,97 Prozent auf 14,40 Euro.

Mayr-Melnhof Karton wurde gleich von zwei Investmenthäusern mit Neuigkeiten bedacht. Die Deutsche Bank bestätigt ihre Anlageempfehlung "Hold" und revidiert das Kursziel von 80 auf 78 Euro nach unten. Die Unicredit-Analysten bekräftigten ihre "Buy"-Empfehlung und ein Kursziel von 83 Euro. Mayr-Melnhof-Titel stiegen um 0,37 Prozent auf 65,40 Euro.

Die klaren Wochenverlierer, die Aktien des Leuchtenherstellers Zumtobel AG , konnten ihren Wochenverlust am Freitag ein wenig eindämmen. Das Unternehmen, das am kommenden Dienstag seine Quartalszahlen vorlegt, konnte um 5,52 Prozent auf 16,45 Euro vorrücken. Zu den Tagesgewinnern gehörten auch Schoeller-Bleckmann , die bereits am Mittwoch Unternehmenszahlen präsentiert hatten. Die Aktien stiegen um 2,07 Prozent auf 54,35 Euro.

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