Marktbericht Zürich
Schweizer Börsen auf breiter Front mit Verlusten

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag seine Abgaben kontinuierlich ausgebaut, im späten Geschäft aber wieder etwas zugelegt. Die vorbörslich vorgelegten Unternehmenszahlen seien mehrheitlich ernüchternd ausgefallen und hätten nach der eher positiven Stimmung an den Vortagen für Gewinnmitnahmen gesorgt, hieß es im Handel.

HB ZÜRICH. Vor allem die verhaltenen oder reduzierten Ausblicke der Unternehmen hätten auf die Stimmung gedrückt. Bis Börsenschluss verlor der SMI 114,59 Punkte oder 1,50 Prozent auf 7 543,67 Punkte. Der gekappte, 30 Titel umfassende SLI sank 1,71 Prozent auf 1 171,68 Punkte und der breitere SPI büßte 1,32 Prozent auf 6 330,78 Punkte ein.

Mit den größten Verlusten lasteten am Berichtstag die Finanzwerte auf dem Geschehen. Nachdem am Morgen vor allem die enttäuschenden Zahlen von UBS und Swiss Re für schlechte Stimmung gesorgt hatten, trübte am Mittag der unerwartet hohe Quartalsverlust des US-Hypothekenfinanzierer Fannie Mae die Werte weiter ein. Mit den wachsenden Kreditausfällen bei Fannie Mae sähen sich nun viele Marktteilnehmer in der Meinung bestätigt, dass die Kreditkrise noch längst nicht ausgestanden sei, meinte ein Beobachter.

UBS (-4,5% auf 35,22 Franken) standen nach Vorlage der Zahlen für das Auftaktquartal unter Druck. Zwar gab es keine weiteren bösen Überraschungen, aber die Zahlen sahen im Urteil der Marktbeobachter auch nicht wirklich rosig aus. Zu denken gab den Experten insbesondere der Nettoneugeldabfluss von 12,8 Mrd. Franken. Auch wurden Stimmen laut, dass die UBS das volle Ausmass des Schadens wohl noch nicht realisiert habe. Credit Suisse Group (-2,6% auf 56,85 Franken) und Julius Bär (-3,2% auf 78,45 Franken) verbilligten sich im Sog der UBS.

Auch Swiss Re (-4,8% auf 83,45 Franken) waren nach ihrem Quartalsausweis am Ende des Index zu finden. Laut Analysten enttäuschten vor allem die hohen Bewertungsverluste auf risikoreiche Finanzanlagen, der entsprechende Gewinnrückgang und die operative Entwicklung im ersten Quartal. Daneben hat auch Swiss Life Holding (Aktie: -2,0% auf 311,50 Franken) die Erwartungen nicht erfüllt. Die Bruttoprämieneinnahmen fielen im ersten Quartal rund zehn Prozent schwächer aus als erwartet; besonders stark war der Rückgang im Schweizer Geschäft.

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