Marktbericht Zürich
SMI schließt uneinheitlich nach schwankendem Handel

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstag einen sehr volatilen Handelstag uneinheitlich beendet. Belastet von der Bankenkrise, der Dollarschwäche und dem hohem Ölpreis bleiben die Indizes den ganzen Tag über in der Verlustzone.

dpa-afx ZÜRICH. Auch die jüngsten Konjunkturdaten hätten auf die Stimmung gedrückt, hieß es im Handel. Im späten Geschäft sorgten dann Aussagen der Rating-Agentur S & P für eine deutliche Erholung an den Märkten, der SMI drehte gar leicht ins Plus.

Die Ansicht von S & P, wonach der Grossteil der Abschreibungen in Zusammenhang mit Subprime-ABS getätigt worden sei, habe vorerst etwas beruhigt, hieß es. Dennoch bleibe die Nervosität hoch und das Branchensentiment getrübt. Für schlechte Stimmung sorgten derzeit beispielsweise die gescheiterten Rettungsgespräche für den angeschlagenen börsennotierten Fonds Carlyle Capital oder die Aussagen der HVB, die mit Auswirkungen der Kreditkrise für die Branche bis weit ins Jahr 2008 rechnet. Am Berichtstag standen denn auch die Finanzwerte entsprechend massiv unter Druck.

Beinahe spurlos ging dagegen der Zinsentscheid der SNB am Markt vorüber. Die Schweizerische Notenbank hat wie erwartet das Zielband für den Dreimonats-Libor unverändert belassen. Dagegen hat die Bank ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum (reales BIP) im laufenden Jahr leicht gesenkt und die Inflationsprognosen 2008 leicht nach oben angepasst.

Der Swiss-Market-Index (SMI) legte bis Börsenschluss um 0,09 Prozent auf 7 251,73 Punkte zu. Der 30 Titel umfassende und gekappte Swiss Leader Index sinkt 1,07 Prozent auf 1 105,69 Punkte, der breite Swiss Performance Index (SPI ) 0,19prozent auf 5 976,06 Punkte.

Nestle stützten den SMI im Verlauf mit markanten Aufschlägen und schlossen um 6,2 Prozent höher auf 507,00 Schweizer Franken. Der Nahrungsmittelkonzern hatte am morgen überraschend seine Prognosen angehoben und erwartet für 2008 neu ein organisches Wachstum deutlich über dem langfristigen Zielband von 5-6 Prozent. Das Wachstum dürfte gar an den Wert von 2007 (7,4 Prozent) herankommen, hieß es.

Auf der Gegenseite gehörten die Grossbanken zu den stärksten Kursverlierern im SMI. Belastet vom eingetrübten Branchensentiment verloren UBS 3,8 Prozent auf 30,72 Franken, Credit Suisse Group 3,8 Prozent auf 51,00 Franken und Julius Bär 2,4 Prozent auf 74,45 Franken.

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