Marktberichte aus Tokio und New York
Wall Street im Minus – Nikkei beruhigt sich

Auch die koordinierte Zinssenkung mehrerer wichtiger Zentralbanken rund um den Globus konnte die weitere Talfahrt der Wall Street am Ende nicht verhindern. Nach einer Achterbahnfahrt schloss der Dow-Jones-Index am sechsten Tag in Folge deutlich im Minus. In Tokio zeigt sich der Nikkei lange positiv und rutscht erst kurz vor Handelsschluss leicht ins Minus.

HB NEW YORK/TOKIO. Nach einem Minus von fast zehn Prozent am Mittwoch hat sich die Lage an der Börse in Tokio heut deutlich stabilisiert. Laut Händlern fanden Anleger wieder den Mut, die stark gefallenen Kurse für Käufe zu nutzen. Dem Nikkei bescherte das zeitweise ein deutliches Plus. Allerdings gab der japanische Leitindex im späten Handel einen seine Gewinne wieder ab und beendete den Handel schließlich doch 0,5 Prozent schwächer bei 9 157 Punkten.

Positiv zeigen sich Sektoren, in denen die Kurse in den vergangenen Tagen deutlich eingebrochen waren wie Großhandel und Maschinenbau. Die Papiere von Handelsunternehmen wie Marubeni, Itochu und Komatsu notieren deutlich im Plus, nachdem der Sektorindex in den vergangenen fünf Handelstagen um insgesamt 25% eingebrochen war.

Dabei gab es keine guten Daten aus der Branche: Die Auftragseingänge der japanischen Maschinenbauunternehmen sind im August überraschend deutlich gefallen. Wie die Regierung mitteilte, wurde gegenüber dem Vormonat saisonbereinigt ein Minus von 14,5 Prozent verzeichnet. Analysten hatten im Mittel mit einem Minus von nur 3,6% gerechnet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lagen die Auftragseingänge um 13,0% niedriger. Der Ordereingang im Maschinenbau wird von Volkswirten als vorlaufender Indikator für die Entwicklung der Ausgaben der Unternehmen für langfristige Sachanlagen gewertet.

Angesichts der Folgen der Finanzkrise hat die japanische Zentralbank am 17. Handelstag in Folge eingegriffen, um für Stabilität am Geldmarkt zu sorgen: Die Bank of Japan pumpte umgerechnet 14,6 Mrd.Euro in den Markt. Auf diese Weise versucht die Zentralbank die Kosten für kurzfristige Kredite im Interbankengeschäft zu drücken, um die Banken dazu zu bewegen, sich gegenseitig mehr Mittel zu leihen.

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