Marktberichte
Technologiewerte retten die Wall Street

Negative Konjunkturdaten haben die US-Börsen am Mittwoch zu Handelsbeginn zunächst ins Minus gedrückt. Doch weil Investoren darauf wetteten, dass die Verbraucher auch weiterhin fleißig Computer kaufen, machte der Technologiesektor die schlechten Konjunkturnachrichten wett. Zudem sorgte das jüngste Protokoll der US-Notenbank Fed für Kauflaune bei den Investoren.

HB NEW YORK. Die Sorgen über die hohe Inflation traten in den Hintergrund. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 0,73 Prozent im Plus bei 12.427 Punkten. Im Handelsverlauf hatte er sich zwischen 12 464 und 12 227 Zählern bewegt. Der breiter gefasste S&P-500 legte 0,83 Prozent auf 1360 Zähler zu.

Der Index der Technologiebörse Nasdaq gewann 0,91 Prozent auf 2327 Punkte. In Frankfurt schloss der Dax 1,47 Prozent niedriger bei 6899 Zählern.

Die Fed hatte ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr gesenkt und dies mit den anhaltenden Problemen auf dem US-Wohnimmobilienmarkt und der Kreditkrise begründet. Experten sahen in den Aussagen der Währungshüter Anzeichen für mögliche weitere Zinssenkungen. Es hänge nun davon ab, wie man das aufnehme, sagte Jack Ablin von der Privatbank Harris. "Wenn wir uns damit trösten, zu wissen, dass die Fed besorgt ist, ist das gut." Bei ihrer jüngsten Zinsentscheidung Ende Januar hatten die Notenbanker den Leitzins um 50 Basispunkte auf drei Prozent gesenkt.

Die Kursgewinne wurden vor allem von den Technologiewerten angeführt. Der Computerhersteller Hewlett-Packard hatte am Dienstag nach Börsenschluss überraschend starke Quartalszahlen vorgelegt. Die Aktien legten 7,94 Prozent zu. IBM-Papiere gewannen 2,71 Prozent.

Telekommunikationsaktien gaben dagegen nach. Händler machten Sorgen um einen neuerlichen Preiskampf dafür verantwortlich. Die Befürchtung, das Mobilfunkgeschäft könnte sich schlechter entwickeln, drückte die Aktien von AT&T um 4,26 Prozent und die Papiere von Verizon um 0,28 Prozent ins Minus. Die Sprint Nextel-Titel verloren 5,63 Prozent.

Die Aktien von Garmin gaben dagegen um 7,24 Prozent nach. Der Navigationsgeräte-Hersteller hatte zwar im abgelaufenen Quartal seinen Gewinn deutlich gesteigert, zugleich aber vor Preisrückgängen gewarnt.

Teurere Lebensmittel hatten die Verbraucherpreise in den USA zu Jahresbeginn kräftiger als erwartet steigen lassen. Insgesamt kletterten die Preise nach Angaben des Arbeitsministeriums im Januar zum Vormonat um 0,4 Prozent. Auch am Immobilienmarkt ist kein Ende der Krise in Sicht. Im Januar sank die Zahl der Baugenehmigungen für Eigenheime auf den niedrigsten Stand seit mehr als 16 Jahren.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,47 Milliarden Aktien den Besitzer. 1950 Werte legten zu, 1166 gaben nach und 102 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,27 Milliarden Aktien 1679 im Plus, 1234 im Minus und 144 unverändert.

An den US-Kreditmärkten stiegen die zehnjährigen Staatsanleihen um 1/32 auf 96-22/32. Sie rentierten mit 3,904 Prozent. Die 30-jährigen Bonds kletterten 24/32 auf 96-03/32 und hatten eine Rendite von 4,617 Prozent.

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