Marktschlussbericht Börse Frankfurt
Dax: Es geht wieder aufwärts

Der deutsche Aktienmarkt hat zur Stärke der Vorwoche zurückgefunden. Der Leitindex Dax, der gestern noch von Gewinnmitnahmen in die Knie gezwungen wurde, schloss erneut über der Marke von 5 700 Punkten. Mit einem Tageshoch von 5 752 Zählern kam er sogar bis auf acht Punkte ans Jahreshoch vom vergangenen Freitag heran.

HB DÜSSELDORF/FRANKFURT. Nach den Verlusten zum Wochenauftakt gewann der Dax heute bis Handelsschluss um 0,72 Prozent auf 5 709 Punkte und erholte sich damit von den Gewinnmitnahmen, die ihn am Vortag belasteten. Der MDax rückte um 1,42 Prozent auf 7377,49 Zähler vor, während der TecDax 1,68 Prozent 770,67 Punkte gewann.

„Es mangelt an ausreichend schlechten Nachrichten, die ein reinigendes Gewitter am Aktienmarkt auslösen könnten“, sagte Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank. „Vorübergehende Gewinnmitnahmen täten sicherlich gut und kühlten den Aktienmotor wohltuend ab. Aber im Trend führt an Aktien kein Weg vorbei.“

Ähnlich äußerten sich weitere Börsianer. Ihnen zufolge wird der Markt von Investoren angetrieben, die den Sprung auf den fahrenden Zug verpasst hätten. "Der Druck ist groß, nicht in Aktien untergewichtet zu sein. Es ist so viel Geld da, und die Leute müssen es anlegen", sagte ein Händler. Angesichts der schwachen Wirtschaft wunderten sich einige Marktteilnehmer allerdings über die Rally. "Der Markt überrascht immer wieder mit seiner Stärke, die Tendenz ist immer noch aufwärtsgerichtet", sagte ein weiterer Händler. Noch am Montag, als der Dax 0,6 Prozent nachgegeben hatte, war über eine Korrektur spekuliert worden. Heute schlossen 22 von 30 Dax-Werten im Plus.

Der Aktienumsatz der Dax-Werte betrug nur 88,8 Millionen Stück, das Umsatzvolumen belief sich auf 2,5 Milliarden Euro.

Leicht im Plus zeigte sich die Wall Street. Zu Handelsschluss in Europa notierte der US-Standardwerteindex Dow Jones 0,3 Prozent höher bei 9 811 Zählern. Der Nasdaq-Composite stieg um 0,2 Prozent auf 2 144 Punkte und der S&P-500 kletterte um 0,4 Prozent auf 1 069 Stellen. Börsianer verwiesen unter anderem auf den steigenden Ölpreis. Dessen Rutsch unter 70 Dollar pro Barrel hatte am Montag noch die Kurse der Energietitel gedrückt. Am Dienstag kostete Öl der US-Sorte WTI 70,40 Dollar.

Im Fokus der amerikanischen Investoren stand zudem Citigroup. Der Staatsfonds GIC hatte mitgeteilt, seinen Anteil an der US-Bank auf unter fünf Prozent reduziert zu haben. Im September war der Fonds aus Singapur mit über neun Prozent bei der US-Bank eingestiegen. Citigroup notierten vorbörslich 2,7 Prozent höher.

Die Aufwärtsimpulse am deutschen Aktienmarkt setzten Daimler-Aktien mit plus 3,45 Prozent auf 34,20 Euro besonders gut um und stiegen an die Dax-Spitze. Die Citigroup hatte das Kursziel von 34,00 auf 36,00 Euro angehoben und die Einstufung auf „Hold“ belassen.

Die Papiere des Stahlkonzerns Salzgitter folgten mit plus 3,43 Prozent auf 71,15 Euro. Händler verwiesen auch hier auf einen positiven Analystenkommentar. Die Credit Suisse hatte das Kursziel für die Titel von 75,00 auf 97,00 Euro angehoben und die Einstufung auf „Outperform“ belassen. Wegen der Normalisierung des Stahlzyklus habe er die Bewertung des Stahl- und Rohrgeschäfts wieder auf der Basis der Durchschnittsproduktion durchgeführt, schrieb Analyst Alessandro Abate in einer Studie vom Dienstag. Thyssen-Krupp gewannen im Windschatten 0,25 Prozent auf 24,22 Euro.

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