Marktschlussbericht: Börse Frankfurt
Dax fällt weiter zurück

Der deutsche Aktienmarkt ist wieder deutlich zurückgefallen, nachdem er lange Zeit komfortabel im Plus notierte. Der Kursrutsch bei Bankaktien scheint nicht enden zu wollen.

HB FRANKFURT. Belastet von schwachen Bankaktien und einem skeptischen Ausblick des Chemieriesen BASF hat der Dax am Montag 1,2 Prozent auf 4 316 Punkte nachgegeben. Zwischenzeitlich war der Leitindex bis auf 4 249 Punkte gerutscht, in der Vorwoche hatte der Dax fast neun Prozent verloren. Der MDax gab bis zum Schluss1,56 Prozent auf 4 999 Zähler nach, der TecDax verlor 0,70 Prozent auf 467 Punkte.

Schockwellen gingen von der Royal Bank of Scotland aus, deren Aktien nach Bekanntgabe eines Verlustes von 20 Milliarden Pfund um 64 Prozent abstürzten. Der "Spiegel" hatte berichtet, von "toxischen Wertpapieren" im Volumen von knapp unter 300 Milliarden Euro aus den Büchern von 20 Großbanken seien erst rund ein Viertel abgeschrieben worden. Ein Börsianer sagte: "Das ist ein Fass ohne Boden". Das Finanzministerium bestätigte die Studie, aber nicht die Zahlen.

Im Dax waren dann auch die Titel der Postbank und der Deutschen Bank mit Abschlägen von 13,3 beziehungsweise 10,6 Prozent die größten Verlierer. "Die Postbank ist derzeit mit ihrer Kursbewegung eng an die Deutsche Bank gekoppelt - nach dem Motto: Mit gehangen, mit gefangen. Zudem ist die Fantasie aus der Aktie völlig raus", sagte ein Händler. Derzeit herrsche große Unsicherheit am Markt, in welche Richtung sich die Deutsche Bank künftig orientieren will.

BASF-Papiere gaben 4,6 Prozent nach. Größter Gewinner waren die Aktien von Infineon. Händler begründeten das Plus von 15 Prozent auf 81,5 Cent mit einer technischen Erholung. "Die Nervosität steigt und die schlechte Stimmung in der Branche hat auch die anderen Titel mitgerissen. Die Verluste im Dax gehen von den Banken aus und es steigt die Furcht vor weiteren Hiobsbotschaften", sagte ein Aktienhändler.

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