Marktschlussbericht: Börse Frankfurt: Dax kann 5 000-Punkte-Marke nicht halten

Marktschlussbericht: Börse Frankfurt
Dax kann 5 000-Punkte-Marke nicht halten

Der deutsche Aktienmarkt tendierte am Montag nach freundlichem Handelsstart uneinheitlich. Zunächst trieben positive Vorgaben die Börsen weiter an – dann blieben aber die Anschlusskäufe aus. Übrig blieb am Ende ein sehr überschaubares Plus. Gefragt waren vor allem die Aktien des angeschlagenen Chipherstellers Infineon.

HB FRANKFURT. Mit großer Zurückhaltung sind die Anleger am Montag in die erste volle Handelswoche des neuen Jahres gestartet. Zwar stieg der Dax erstmals seit November zeitweise wieder über die psychologisch wichtige Marke von 5 000 Punkten. Doch bröckelte der deutsche Leitindex bis zum Handelsschluss wieder ab und ging mit 4 983 Punkten nur noch 0,2 Prozent höher aus dem Handel. Für den MDax ging es um 1,56 Prozent auf 5 845 Zähler nach oben. Der TecDax stieg um 2,22 Prozent auf 537 Punkte.

„Das Jahr ist noch jung, und die Anleger müssen sich erst einmal orientieren“, sagte Robert Halver, Marktanalyst bei der Baader Bank. Derzeit erfreuten sich die Investoren an den Konjunkturpaketen, die fast täglich größer würden und denen man offensichtlich zutraue, der aufkommenden Rezession zumindest teilweise Paroli zu bieten. Allerdings würden Bankenpapiere weiterhin durch Kreditrisiken belastet, schränkte der Experte ein.

Händler sprachen von einem extrem geringen Umsatz. Zwar kletterte das Handelsvolumen im Dax auf 150 (Freitag knapp 92) Mio. Aktien. Doch ging ein Drittel davon auf das Konto der nur knapp über einem Euro notierenden Infineon-Aktien. Der Umsatz belief sich auf 2,8 (Freitag 2,1) Mrd. Euro. An normalen Handelstagen im Dezember lag der Umsatz meist zwischen drei und vier Mrd. Euro.

"Nachdem sich der Dax nicht über der 5 000 Punkte behaupten konnte, haben einige wohl auf niedrigem Niveau Gewinne mitgenommen", sagte ein Händler. Die Umsätze bewegten sich auf niedrigem Niveau, da viele Anleger offenbar weiterhin die Finger von der Börse ließen. Im vergangenen Jahr hatte der Dax 40 Prozent verloren.

Gestützte wurde der Dax von einigen Schwergewichten. So zogen die Aktien der Versorger EON und RWE um je 1,3 Prozent an. Die Analysten von HSBC hatten ihre Einstufung für RWE auf "neutral" von "underweight" erhöht. Spitzenreiter waren die - im Dax niedrig gewichteten - Infineon-Aktien mit einem Plus von rund zwölf. "Der Anstieg auf über einem Euro hat offenbar einige Anleger zum Kauf animiert", erklärte ein Händler.

Einige sähen die in der Einladung zur Hauptversammlung angesprochene mögliche Kapitalerhöhung als Schritt zur Sanierung des Chipherstellers positiv, fügte ein weiterer Börsianer hinzu. Analysten äußerten sich eher skeptisch. "Wir bleiben vorsichtig", schrieb DZ-Bank-Analyst Harald Schnitzer, der seine Verkaufsempfehlung bekräftigte. Das Risiko für das Unternehmen sei hoch.

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