Marktschlussbericht Börse Frankfurt
Dax kurz auf neuem Jahreshoch

Nach einer schwachen Eröffnung hat der Dax die Wende vollzogen und gewinnt kurz vor Schluss fast 100 Punkte. Der Leitindex markiert sogar kurz ein neues Jahreshoch bei 5 578 Punkten. Auch die Nebenwerte-Indizes erreichen neue Jahresbestmarken. Für Schlagzeilen sorgt einmal mehr die Commerzbank, deren Aktie gleich zweistellig zulegt.

HB DÜSSELDORF/FRANKFURT. Mit Unterstützung der Autowerte und der Commerzbank-Aktien hat der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch Gas gegeben. Der Dax schloss 1,7 Prozent höher bei 5 574 Zählern. Kurz vor Handelsschluss hatte der Leitindex ein Jahreshoch von 5 578 Punkten markiert. „Es gibt keine negativen Nachrichten, und da geht der Markt weiter hoch“, sagte ein Händler. Viele Anleger trauten sich zudem nicht auszusteigen aus Furcht, eine weitere Erholung zu verpassen, sagte ein weiterer Börsianer. „Auf dem Markt ist immer noch viel Geld, das rentierlich angelegt werden will“, fasste Dirk Müller, Händler bei MWB Fairtrade, die aktuelle Stimmung zusammen. Zudem habe der Dax im Handelsverlauf die Marke von 5.500 Punkten geknackt und damit aus technischer Sicht ein weiteres Kaufargument geliefert.

Der MDax der mittelgroßen Werte rückte um 0,80 Prozent auf 7 058 Punkte vor und für den TecDax ging es um 1,97 Prozent auf 736 Zähler nach oben. Beide Nebenwerte-Indizes markierten damit neue Jahreshöchststände.



Commerzbank-Aktien setzten ihren Höhenflug fort und stiegen um zwölf Prozent auf 8,50 Euro und setzten sich so mit Abstand an die Dax-Spitze. Konzernchef Martin Blessing bestätigte am Mittwoch auf der Handelsblatt-Tagung "Banken im Umbruch" außerdem das Ziel, 2011 wieder profitabel zu sein. Unter günstigen Bedingungen könne das auch früher der Fall sein. Außerdem will das Finanzinstitut dem Bankenrettungsfonds Soffin die gewährten Garantien zurückgeben. „Das würde der Bank wieder mehr Unabhängigkeit geben“, sagte ein Börsianer. Ein Analyst begründete die hohe Nachfrage nach Commerzbank-Aktien auch mit der Meldung, dass das Finanzinstitut sich von seiner Beteiligung an dem Anlagenbauer Gea trennte: „Dadurch macht die Bank Eigenkapital frei, das sie gut gebrauchen kann.“



Positive Analystenkommentare ließen BMW-Titel um 7,74 Prozent auf 34,47 Euro und damit den höchsten Stand seit Juni 2008 steigen. Morgan Stanley hatte das Votum für die Aktien des bayerischen Autobauers gleich um zwei Stufen von „Underweight“ auf „Overweight“ erhöht und das Kursziel von 19,00 auf 36,00 Euro nach oben geschraubt. Positive Entwicklungen an den Endmärkten sowie Veränderungen in der Strategie des Unternehmens trügen den weiter bestehenden Risiken ausreichend Rechnung, hieß es. Auch andere Analysten äußerten sich positiv.

Bei Anteilsscheinen von MAN sorgten eine Zielanhebung von 58,00 auf 70,00 Euro durch JPMorgan sowie eine verbesserte Charttechnik für Kursgewinne von 5,26 Prozent auf 56,66 Euro. Analyst Nico Dil sah deutliche Verbesserungen im Geschäftsmodell über die vergangenen zehn Jahre.

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