Marktschlussbericht: Börse Frankfurt
Dax schließt nur knapp über 5 600 Punkten

Der deutsche Aktienmarkt hat am Donnerstag schwach geschlossen. Nach einer zwischenzeitlichen Erholung am Nachmittag zwangen enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA den Leitindex bis Handelsende in die Knie. Der Dax verlor 1,7 Prozent auf 5 605 Punkte.

HB FRANKFURT. „Die veröffentlichten Zahlen zum US-Verkauf bestehender Häuser sind überraschend schwach ausgefallen, belasten die Märkte und schüren weitere Verunsicherung“, sagte Marktanalyst Patrick Pflüger von IG Markets zum Absturz des Dax am späten Nachmittag.

Der Ifo-Geschäftsklimaindex, der als Indikator für die Stimmung der deutschen Wirtschaft gilt, habe „wenig Auswirkungen“ gezeigt. Er habe zwar zum sechsten Mal in Folge zugelegt, jedoch nicht so stark wie erwartet. „Mit Spannung wird aktuell nach Pittsburgh geschaut, hier startet heute der G20-Gipfel. Diskussionsthema der teilnehmenden Regierungschefs werden verschärfte Eigenkapitalbestimmungen für Banken sein, die das Kreditwachstum bremsen könnten“, sagte Pflüger.

Für den MDax ging es zuletzt um 2,10 Prozent auf 7 205 Punkte abwärts, der TecDax verlor 2,33 Prozent auf 746 Punkte.

Infineon schlossen mit minus 5,36 Prozent auf 3,53 Euro als schwächster Dax-Wert. Allianz verloren 3,93 Prozent auf 81,11 Euro.

Commerzbank-Titel zählten mit minus 3,34 Prozent auf 8,38 Euro ebenfalls zu den schwachen Dax-Titeln. Ein Händler verwies als Belastungsfaktor auf Aussagen von Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), wonach das Risiko einer Kreditklemme in Deutschland noch nicht vorüber sei.

Die Papiere der Deutschen Bank verloren 2,82 Prozent auf 51,83 Euro.

Auch die Stahlwerte gaben nach. Salzgitter zählten trotz eines positiven Analystenkommentars mit minus 2,61 Prozent auf 69,13 Euro zu den besonders schwachen Dax-Werten, Thyssen Krupp gaben um 1,40 Prozent auf 23,90 Euro nach.

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