Marktschlussbericht: Börse Frankfurt
Dax testet 4 500-Punkte-Marke

Neue US-Konjunkturdaten, die besser als erwartet ausgefallen sind, haben dem Dax am Nachmittag kurz über die Hürde bei 4 500 Punkten geholfen. Der Leitindex legte zeitweise mehr als drei Prozent zu. Die Dax-Spitze besetzen Stahl- und Autowerte.

HB FRANKFURT. Die Aktienmärkte haben am Mittwoch ihren am Vortag begonnenen Aufwärtstrend fortgesetzt. Der Deutsche Aktienindex schnellte am nachmittag zeitweise über die Marke von 4 500 Punkten und schloss schließlich 2,69 Prozent im Plus bei 4 492 Punkten. Auch an der Wall Street in New York zeigte die Tendenz nach oben. Der MDax gewann 2,24 Prozent auf 5 215 Punkte, der TecDax legte 1,59 Prozent auf 483 Punkte zu. Beste Werte im Dax waren Thyssen-Krupp mit einem Gewinn von über neun Prozent, MAN mit über acht Prozent und Salzgitter mit rund acht Prozent. Größte Verlierer waren Beierdorf mit rund vier Prozent, Münchener Rück mit knapp drei Prozent und Fresenius Medical Care mit über einem Prozent.

Vorschusslorbeeren vor der Bilanzvorlage der Deutschen Bank haben auch den Finanzwerten Auftrieb gegeben. "Es gibt das Gerücht, dass das Geschäft bei der Deutschen Bank im Januar exzellent lief", sagte ein Händler. "Und jetzt wird kolportiert, dass sie am Donnerstag einen überraschend guten Ausblick vorlegen." Nach den Mitte Januar veröffentlichten vorläufigen Zahlen erwartet die größte deutsche Bank einen Milliardenverlust. Es ist der erste in einem Gesamtjahr in der Nachkriegsgeschichte der Bank. Der Blick richtet sich bei der Pressekonferenz am Donnerstag aber vor allem auf Aussagen zum laufenden Jahr. Die meisten Analysten rechnen 2009 bei der Deutschen Bank trotz anhaltender Krise wieder mit einen Gewinn. Zudem wird der Postbank-Kauf weiter in den Mittelpunkt rücken.

Aktien der Deutschen Bank kletterten um 3,08 Prozent auf 21,240 Euro, Postbank-Aktien verteuerten sich um 6,40 Prozent auf 9,48 Euro.

Mit Spannung warten nun alle auf eine Prognose für das laufende Jahr und mögliche Aussagen zum Verlauf des Monats Januar. Der "Platow Brief" hatte Ende Januar unter Berufung auf Bankenkreise geschrieben, das operative Geschäft der Deutschen Bank sei in den ersten drei Wochen des Jahres "sensationell" gelaufen. Im Bericht wurde allein für den Januar von einem möglichen Vorsteuergewinn von fast einer Milliarde Euro gesprochen. Die Bank äußerte sich dazu nicht.

Neue Konjunkturdaten aus USA hellen Stimmung auf

Keinen Schwung brachten zunächst die Daten des privaten Dienstleisters ADP zum US-Arbeitsmarkt, die mehr oder weniger im Rahmen der Erwartungen ausfielen. Sie gelten als Indikator für die offiziellen Arbeitsmarktdaten, die am Freitag veröffentlicht werden.

Doch nach dem besser als erwartet ausgefallenen ISM-Index für den Dienstleistungssektor gewann der Handel an Dynamik. Die US-Dienstleister hatten ihre Talfahrt im Januar überraschend etwas abgebremst. Der an den Finanzmärkten viel beachtete Service-Index des Institute for Supply Management (ISM) stieg auf 42,9 von 40,1 Zählern im Dezember. Von Reuters befragte Analysten hatten im Schnitt dagegen mit einem Rückgang auf 39,0 Punkte gerechnet.

Die Stimmung am Gesamtmarkt sei zwar grundsätzlich etwas optimistischer als noch vor ein paar Tagen, sagten Händler. Allerdings blieben die Umsätze extrem niedrig. Viele Kursbewegungen seien technischer Natur."Selbst wenn der Dax mal ein paar Punkte zulegt, ändert sich an der Gesamtlage ja nichts", fasste ein Händler zusammen. Der Markt sei richtungslos. Seit Mitte Januar pendelt der Dax in einer groben Spanne von 4 100 bis 4 500 Punkten.

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