Marktschlussbericht: Börse New York
Dow-Jones-Index zum Handelsschluss fast unverändert

Nach schwankendem Handelsverlauf sind die US-Börsen am Freitag letztlich etwas schwächer aus dem Handel gegangen. Neben dem Stimmungsdämpfer durch überraschend gesunkene Einzelhandelsumsätze zog vor allem Lehman Brothers erneut die Aufmerksamkeit auf sich, nachdem in den US-Medien über einen unmittelbar bevorstehenden Verkauf der angeschlagenen Investmentbank spekuliert wurde.

HB NEW YORK. Marktteilnehmer sprachen einerseits von vorsichtigen Optimismus, dass damit ein weiteres Problem der Finanzkrise beseitigt würde. Andererseits herrsche jedoch weiter hohe Unsicherheit, nicht nur darüber, was am Ende wirklich mit Lehman passieren werde. Schwachen Finanztiteln standen vor allem Rohstofftitel als Gewinner gegenüber.

Der Dow Jones Industrial gab nach Schwankungen zwischen 11.280 und 11.459 letztlich um 0,10 Prozent auf 11.421,99 Zähler nach. Im Wochenvergleich erreichte er einen Kursgewinn von 1,79 Prozent. Der marktbreite S&P-500-Index legte um 0,21 Prozent auf 1.251,70 Zähler zu. An der Nasdaq ging es für den Composite-Index um 0,14 Prozent auf 2.261,30 Punkte nach oben - im Wochenvergleich ein Zuwachs von 0,23 Prozent. Der Nasdaq 100 sank um 0,37 Prozent auf 1.767,13 Punkte.

Die vor Handelsbeginn veröffentlichten Einzelhandelsumsätze waren im August überraschend gefallen. Das von der Universität von Michigan erhobene Konsumklima hellte sich im September Kreisen zufolge allerdings stärker als erwartet auf. Die Lagerbestände wiederum stiegen im Juli deutlich stärker als erwartet. Die Kern-Erzeugerpreise trafen mit einem Anstieg um 0,2 Prozent genau die Erwartungen.

Aktien von Lehman Brothers rutschten um weitere 13,51 Prozent auf 3,65 Dollar ab. Ihr Tief fanden die Titel bei 3,17 Dollar und verloren damit binnen Wochenfrist in der Spitze gut 80 Prozent. Die US-Regierung und die Notenbank Fed schalteten sich aus Sorge um neue Schockwellen für die Finanzmärkte in die mit Hochdruck laufende Suche nach einem Käufer ein. Angesichts eines Rekordverlustes und des drastischen Kursverfalls der viertgrößten US-Investmentbank solle eine Übernahme noch am Wochenende unter Dach und Fach gebracht werden, berichteten mehrere amerikanische Medien übereinstimmend. Zu den potenziellen Käufern zählten die Bank of America und die britische Barclays , so das „Wall Street Journal Online“. Bank of Amerika legten als Ausnahme im Finanzsektor um 2,06 Prozent auf 33,74 Dollar zu.

American International Group (AIG) brachen am Ende des Leitindex um weitere 30,83 Prozent auf 12,14 Dollar ein. Mit 11,49 Dollar rutschten die Papiere des Versicherers zeitweise auf den tiefsten Stand seit November 1992 und mussten die Allianz als nach Marktkapitalisierung weltweit schwersten Branchenvertreter vorbeiziehen lassen. Börsianer verwiesen auf anhaltende Sorgen um das Engagement im Hypothekenmarkt. Seit Wochenbeginn ging es für AIG-Aktien um rund 46 Prozent nach unten.

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