Marktschlussbericht Börse New York
Häusermarkt beflügelt US-Börsen

Unterstützt von positiven Immobiliendaten und Hoffnungen auf Steuersenkungen haben die US-Börsen am Dienstag mit Gewinnen geschlossen. Die Zahl der anstehenden Hausverkäufe stieg nach Angaben des Verbands NAR trotz der Finanzkrise im Dezember um 6,3 Prozent.

HB NEW YORK. Niedrige Immobilienpreise und Hypothekenzinsen hätten die Hauskäufer angelockt, teilte der Verband mit. Zugleich hofften die Anleger auf weitere staatliche Maßnahmen zur Konjunkturankurbelung wie Steuersenkungen. Milliardenverluste bei Motorola und SanDisk hatten im Handelsverlauf die Technologiewerte zeitweise belastet.

Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss nach einem zunächst schwachen Auftakt 1,8 Prozent höher auf 8078 Punkten. Das Marktbarometer bewegte sich zwischen 7 905 und 8 111 Stellen. Der breiter gefasste S&P-500 erhöhte sich um 1,6 Prozent auf 838 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq zog um 1,5 Prozent auf 1516 Punkte an.

Neben der mit Spannung erwarteten Debatte im US-Senat um das fast 900 Mrd. Dollar schwere Konjunkturpaket von Präsident Barack Obama standen erneut Unternehmenszahlen im Blickpunkt der Anleger. So trieb die weltweite Wirtschaftskrise den amerikanischen Chemieriesen Dow Chemical im vierten Quartal unerwartet tief in die roten Zahlen. Dow-Chef Andrew Liveris hat auch bereits das neue Jahr abgeschrieben: „Wir planen für eine globale Rezession im gesamten Jahr 2009.“ Der Nettoverlust lag im abgelaufenen Vierteljahr bei 1,55 Mrd. Dollar. Die Aktien von Dow Chemical verteuerten sich trotzdem um 2,7 Prozent.

Auch der angeschlagene US-Handyhersteller Motorola verbuchte am Jahresende wegen hoher Abschreibungen einen Milliardenverlust. Netto belief sich das Minus im vierten Quartal auf 3,6 Mrd. Dollar. Vor einem Jahr hatte der Konzern noch 100 Mio. Dollar verdient. Die Motorola-Aktien brachen um elf Prozent ein.

Die Anteilsscheine des Pharmariesen Merck legten dagegen um 6,4 Prozent zu. Der Konzern kehrte im vierten Quartal dank Einsparungen und reger Nachfrage nach Diabetes-Medikamenten überraschend deutlich in die Gewinnzone zurück. Unter dem Strich verblieb für die Monate Oktober bis Dezember ein Gewinn von 1,64 Mrd. Dollar in den Büchern nach einem Verlust von 1,63 Mrd. Dollar vor Jahresfrist. Auch der Konkurrent Schering-Plough konnte einen Quartalsgewinn von 442 Mio. Dollar vermelden. Die Papiere des Bayer-Partners gewannen in New York rund acht Prozent.

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