Marktschlussbericht: Börse New York
Rally der RIM-Aktien hebt Wall Street ins Plus

An der Wall Street haben zum Wochenschluss überraschend stark ausgefallenen Quartalszahlen des Blackberry-Herstellers Research In Motion die Börsenbarometer gestützt. Der Dow-Jones-Index schloss 0,5 Prozent im Plus und knapp über 8 000 Punkten. Unerwartet düstere Zahlen vom US-Arbeitsmarkt und aus dem Servicesektor drückten hingegen auf die Stimmung der Anleger.

HB NEW YORK. Der S&P-500-Index gewann am Freitag zum Handelsschluss rund ein Prozent auf 842 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq stieg um 1,2 Prozent und ging mit 1 621 Punkten aus dem Handel, während der Dow Jones bei 8 017 Punkten schloss, nachdem er bis zum Mittag mit 7 962 Punkten 0,2 Prozent tiefer notiert hatte. Damit verbuchte der führende Index im Verlauf der Handelswoche einen Anstieg von drei Prozent.

Der Aktienkurs von RIM stieg um über 20 Prozent. Der Blackberry-Hersteller hat mit seinen neuen Geräten den Geschmack der Verbraucher getroffen und trotz der Rezession im abgelaufenen Vierteljahr überraschend gute Geschäfte gemacht. RIM zeigte sich auch für das laufende Quartal optimistisch.

Aktien von Sun Microsystems stiegen um 3,4 Prozent auf 8,49 Dollar, obwohl der Technologiekonzern IBM Kreisen zufolge nach einer gründlichen Prüfung der Bücher nicht mehr die zunächst angepeilten rund 6,5 Milliarden Dollar für die Übernahme des Server- und Softwareherstellers zahlen will. Gedacht sei derzeit an 9,55 Dollar pro Sun-Aktie statt bis zu elf Dollar, hieß es. IBM-Aktien stiegen um 1,4 Prozent.

Der US-Arbeitsmarkt bietet weiterhin ein trauriges Bild

Trübe Nachrichten kamen dagegen aus dem Konjunkturbereich. So hat sich der US-Jobabbau überraschend stark beschleunigt. Im März fielen 663.000 Jobs weg. Experten hatten 650.000 erwartet. Die Quote stieg mit 8,5 Prozent auf den höchsten Stand seit fast 30 Jahren. Analysten sahen die schlimmsten Prognosen bestätigt.

Der Arbeitsmarkt ist entscheidend für die Konsumausgaben, die in den USA zwei Drittel der Wirtschaftsleistung ausmachen. Seit Beginn der Rezession Ende 2007 sind bereits mehr als fünf Millionen Jobs in den USA weggefallen. Auch der an den Finanzmärkten viel beachtete Service-Index des Institute for Supply Management (ISM) verhieß nichts Gutes. Er sank auf 40,8 von 41,6 Zählern im Februar. Mit einem Stand von unter 50 Zählern signalisiert der Index nach wie vor eine schrumpfende Geschäftstätigkeit des Bereichs, der 80 Prozent der US-Wirtschaft ausmacht.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,46 Milliarden Aktien den Besitzer. 2 080 Werte legten zu, 959 gaben nach und 107 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,11 Milliarden Aktien 1 631 im Plus, 1 058 im Minus und 154 unverändert.

Der Euro büßte nur einen Teil seiner Kursgewinne vom Vortag ein. Die europäische Gemeinschaftswährung am Abend 1,34738 US-Dollar. Am Donnerstag war der Euro zwischenzeitlich über die Marke von 1,35 Dollar geklettert.

Am US-Rentenmarkt sanken richtungweisende zehnjährige Anleihen um 1 6/32 Punkte auf 99 23/32 Punkte. Ihre Rendite lag bei 2,901 Prozent.

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