Marktschlussbericht Börse New York
Wall Street: Der Dow rettet ein kleines Plus

Die US-Börsen haben sich am Freitag uneinheitlich ins Wochenende verabschiedet. Die jüngsten Arbeitsmarktdaten waren zwar schlecht, aber doch nicht so schlimm ausgefallen wie befürchtet. Kurz vor Handelsschluss sorgte dann ein Bericht über eine mögliche Einigung der britischen Regierung mit Lloyds zu Staatshilfen für etwas Erleichterung. Einige große Tech-Titel kamen aber unter die Räder.

HB NEW YORK. Der Dow Jones ging nach einer Berg- und Talfahrt mit plus 0,49 Prozent auf 6 626,94 Zähler aus dem Handel. Zeitweise war der US-Leitindex noch unter 6 500 Punkte gesackt. Den Ausschlag im späten Freitagshandel gab Händlern zufolge ein Bericht des „Wall Street Journal“, wonach die britische Regierung Vermögenswerte der Großbank Lloyds im Umfang von umgerechnet etwa 280 Milliarden Euro (250 Milliarden Pfund) absichern will. Das machte auch US-Anlegern Hoffnung. Zudem sorgten die Kursgewinne bei Energiewerten für Unterstützung am Markt.

Der marktbreite S&P-500-Index stieg am Freitag um 0,12 Prozent auf 683,38 Punkte. An der Technologiebörse Nasdaq verlor dagegen der Composite-Index 0,44 Prozent auf 1.293,85 Zähler, rutschte damit unter die Tiefstände von November 2007 und nahm Kurs auf die Notierungen von 2003. Der Nasdaq 100 sackte um 0,91 Prozent auf 1.064,70 Zähler ab.

Für die gesamte Handelswoche ergibt sich damit ein Minus von sechs Prozent beim Dow und beim Nasdaq-Index. Ein Verlust von sieben Prozent verzeichnete der S&P.

Gewinne verzeichneten wegen des Ölpreisanstiegs vor allem Energiewerte. Die Titel des Ölriesen Exxon gewannen 2,9 Prozent, die von Chevron 3,2 Prozent. Ein Fass US-Leichtöl kostete mit knapp 45 Dollar gut fünf Prozent mehr. Deutlich im Plus lagen auch die Aktien von Dow Chemical und Rohm and Haas. Der Branchenprimus Dow und der Spezialchemiekonzern Rohm führen nach eigenen Angaben erneut Verhandlungen über ihre ins Stocken geratenen Fusionspläne. Die Dow-Chemical-Aktie schloss 5,3 Prozent fester, die Rohm-Aktie legte 18 Prozent zu.

Für die Verluste bei den Technologiewerten sorgte vor allem die Herabstufung der Apple-Aktie durch die Investmentbank JPMorgan. Händler sprachen zudem von einer Kurskorrektur bei den Tech-Titeln, die zuletzt nicht so schlecht abgeschnitten hätten wie der Rest des Marktes. Die Apple-Aktie verlor knapp vier Prozent. Die Titel des Mobilfunkzulieferers Qualcomm fielen 2,9 Prozent. Die Papiere des Technologiekonzerns IBM verloren 1,9 Prozent,

Im Minus notierten auch die Aktien der ums Überleben kämpfenden Opel-Mutter General Motors, die knapp ein Viertel ihres Wertes verloren. Die Aktien des Kreditkartenanbieters American Express rutschten im Handelverlauf erstmals seit 14 Jahren unter die Marke von zehn Dollar. Der Markt sorgt sich, dass es in den USA angesichts der hohen Arbeitslosigkeit eine unerwartet hohe Zahl von Kreditausfällen geben könnte. Am Ende erholten sich die Papiere jedoch leicht und gingen bei 10,26 Dollar 0,7 Prozent tiefer aus dem Handel.

Für einen Dämpfer am Markt sorgten die neuen US-Arbeitslosenzahlen: Demnach erreichte die Quote mit 8,1 Prozent den höchsten Stand seit einem Vierteljahrhundert. Allein im Februar strichen die Unternehmen 651.000 Stellen. Analysten zufolge waren die neuen Anzeichen einer sich vertiefenden Rezession am Markt aber schon eingepreist gewesen.

An der New York Stock Exchange wechselten rund 1,77 Milliarden Aktien den Besitzer. 1138 Werte legten zu, 1923 gaben nach und 103 blieben unverändert. An der Nasdaq schlossen bei Umsätzen von 2,5 Milliarden Aktien 1318 im Plus, 1377 im Minus und 155 unverändert.

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