Marktschlussbericht
Dax-Anleger fassen wieder Mut

Anleger staunen am Freitag nicht schlecht: Nach einem langweiligen Handelstag wird aus der Dax-Kurve plötzlich ein Strich nach oben. Innerhalb weniger Minuten legt der Leitindex gut ein Prozent zu, denn die mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktdaten fallen überraschend gut aus. Das Kursfeuerwerk hält aber nicht lange vor. Neue Konjunkturdaten belasten die Kurse.
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HB FRANKFURT/DÜSSELDORF. War das der lang ersehnte Befreiungsschlag? Zwischenzeitlich stürmte der Dax 1,4 Prozent ins Plus. Die Rally war aber nicht von Dauer: Der Dax baute schloss 0,8 Prozent fester bei 6 134 Punkten. Damit hat der deutsche Leitindex auf Wochensicht rund drei Prozent zugelegt. Und das Schwinden von Rezessionsängsten hat Anlegern zum Wochenschluss wiedre etwas Mut gemacht, nachdem Sorgen um die Entwicklung der US-Konjunktur die Börsen seit Wochen immer wieder runterziehen. Hoffnungsvolle Zeichen kamen heute vor allem vom US-Arbeitsmarkt.

Die US-Börsen notierten bei Handelsschluss in Europa ebenfalls im Plus. Der Dow-Jones-Index lag 0,6 Prozent, der S&P 500 um 0,7 Prozent und der Nasdaq-Composite um 0,9 Prozent höher.

Der Grund für den Stimmungsaufschwung war der aktuelle US-Arbeitsmarktbericht für August. "Alles in allem ist der Bericht eine positive Überraschung und liefert einen weiteren Grund, von etwaigen Befürchtungen vor einem Rückfall in die Rezession Abstand zu nehmen", kommentierte Postbank-Analystin Fabienne Riefer.

Im August waren in der weltgrößten Volkswirtschaft zwar 54 000 Stellen außerhalb der Landwirtschaft weggefallen. Doch von Reuters befrage Experten hatten mit einem fast doppelt so hohen Arbeitsplatzabbau in den USA gerechnet. "Die Arbeitsmarktdaten sind auf den ersten Blick zwar eine positive Überraschung, im Detail fällt das Bild aber eher gemischt aus", sagte Cyrus de la Rubia, Analyst bei der HSH Nordbank. "Insgesamt bleibt der Arbeitsmarkt schwach, und daran dürfte sich auch in den nächsten Monaten nichts ändern."

Mittelmäßige Zahlen von den US-Dienstleister bremsen aber den Aufschwung. Das Wachstum der Branche hatte im August an Tempo verloren. Der Service-Index des Institute for Supply Management (ISM) fiel auf 51,5 von 54,3 Zählern im Juli, wie das Institut am Freitag mitteilte. Analysten hatten im Schnitt lediglich mit einem Rückgang auf 53,5 Punkte gerechnet. Das an den Finanzmärkten viel beachtete Barometer hielt sich aber über der Marke von 50 Zählern, ab der ein Wachstum signalisiert wird.

Der MDax legte zum Wochenausklang um 0,52 Prozent auf 8.507 Punkte zu. Der TecDax gewann 0,56 Prozent auf 766 Punkte.

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  • 54000 Stellen fallen innerhalb eines monats weg,gleichwohl wird gejubelt, um die börse steigen zu lassen.MR, sie haben völlig recht, hier sind nur noch Gestörte am werk.

  • Die Arbeitslosigkeit in den USA und anderen G-20 Staaten steigt immer weiter, die Welt wird mit Papiergeld überschwemmt, die US und auch EU Kommunen stehen kurz vor oder sind schon bankrott (siehe Ausfall Harrisburg/ Pa. 02.09.10), Japan hat Nullwachstum, die weltweite Verschuldung steigt immmer weiter, China besitzt eine größere immobilienblase als die USA 2008. Es gibt keine Anzeichen, dass ein wirkliches globales Entschulden betrieben wird, wie Anfang 2009 angemahnt. Stattdessen wird weiter munter die ferne Zukunft auf Kosten der Kinder schon heute konsumiert. Und die Kapitalmärkte steigen weiter trotz diesen Nachrichten, da sind in der Mehrzahl nur noch geistig Arme und Psychopaten am Werk. Kein Wunder, dass langjährig erfolgreiche Hedgefondsmanager wie Stanley Druckenmiller, Paolo Pelligrini oder Timothy barakett entnervt aufgeben.

  • @Statistikwunder
    Ganz ihrer Meinung...die Anwort findet man uebrigends auch im Handelsblatt, nämlich ueber das Thema USA und das soziale Netz: Arbeitslosengeld erhalten amerikanische Staatsbürger nur 99 Tage lang....und danach fallen sie, wenn ich das richtig verstanden habe, aus der ARbeitslosenstatistik heraus! Nach dem Motto, dann kann man denen ja sowieso nicht mehr helfen.
    Na wunderbar, wo gibts das denn ?

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