Marktschlussbericht Frankfurt
Angebot für Hypo Real Estate beflügelt den Dax

Mit einem Satz von über 20 Prozent hat sich die Aktie der Hypo Real Estate (HRE) am Mittwoch an die Spitze des Dax gesetzt. Eine Gruppe um den US-Finanzinvestor JC Flowers will sich mit bis zu 24,9 Prozent an dem Münchener Immobilienfinanzierer beteiligen und 22,50 Euro für jede Aktie zahlen. Auch der deutsche Leitindex ging mit deutlichen Kursgewinnen aus dem Tag.

HB FRANKFURT. Angeführt von den Aktien der Hypo Real Estate und von Infineon ist der Deutsche Aktienindex Dax am Mittwoch mit einem deutlichen Plus in den Feierabend gegangen. Der deutsche Aktienmarkt profitierte im Laufe des Tages von starken Banktiteln, überraschend guten Intel-Zahlen und positiv aufgenommenen US- Konjunkturdaten. Der Leitindex Dax legte bis Handelsschluss 1,79 Prozent auf 6702,84 Punkte zu. Der MDax gewann 2,19 Prozent auf 9065,88 Punkte und der TecDax rückte um 3,15 Prozent auf 823,60 Zähler vor.

„Die US-Baugenehmigungen sind zwar etwas schlechter als erwartet ausgefallen, dafür waren aber die Verbraucherpreise in Ordnung“, sagte ein Händler. Nachdem an diesem Morgen ein etwas stärker als prognostiziert ausgefallener Anstieg der Verbraucherpreise in Europa die Inflationssorgen etwas geschürt habe, würden die Daten aus den USA nun beruhigend wirken.

Beflügelt vom Einstieg eines Großinvestors schnellten die Aktien der Hypo Real Estate (HRE) am späten Nachmittag in die Höhe. Sie schlossen mit plus 24,53 Prozent auf 23,00 Euro und setzten sich damit mit deutlichem Abstand an die Dax-Spitze. „Für Hypo Real Estate ist der Einstieg in jedem Fall positiv, auch wenn er operativ natürlich keine Auswirkungen hat“, sagte Analyst Christian Hamann von der Hamburger Sparkasse.

Mit plus 9,85 Prozent auf 5,02 Euro verfestigten die Aktien von Infineon ihre Spitzenposition im Dax. Dass der weltgrößte Halbleiterhersteller Intel im ersten Quartal mehr als erwartet umgesetzt habe, signalisiere, dass die Chipnachfrage quer durch den Sektor beständig bleibe, sagte ein Händler. Zudem gelte Intel als wichtiger Gradmesser für die zu erwartenden Ergebnisse in der Technologiebranche.

Kräftige Kursverluste von 5,08 Prozent auf 8,22 Euro musste dagegen die Aktie der Beteiligungsgesellschaft Arques Industries im MDax hinnehmen. Vorstand und Aufsichtsrat hatten am Morgen mitgeteilt, den Vorjahresgewinn für weitere Zukäufe und nicht für Dividendenzahlungen verwenden zu wollen.

Außerhalb der großen Indizes sprangen die Papiere von D+S Europe mit 28,32 Prozent auf 12,87 Euro an die SDax-Spitze. Der Finanzinvestor Apax will den E-Commerce-Dienstleister für 13,00 Euro je Aktie übernehmen. Die von dem Investor zu diesem Zweck gegründete Pyramus habe sich nach einer Kapitalerhöhung und durch Kaufvereinbarungen mit Altaktionären bereits 27 Prozent der Unternehmensanteile gesichert, hatte D+S am Dienstagabend mitgeteilt.

Der Eurostoxx 50 gewann 1,57 Prozent auf 3748,56 Zähler. Die Börsen in Paris und London schlossen ebenfalls mit kräftigen Gewinnen. In den USA gewannen die wichtigsten Aktienindizes zum europäischen Börsenschluss zwischen ein und zwei Prozent.

Am deutschen Rentenmarkt stieg die durchschnittliche Umlaufrendite der börsennotierten Bundeswertpapiere auf 4,01 (Vortag: 3,92) Prozent. Der Rentenindex sank um 0,35 Prozent auf 118,97 Punkte. Der Bund Future sank um 0,37 Prozent auf 114,96 Punkte. Der Kurs des Euro stieg: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,5928 (Dienstag: 1,5828) Dollar fest. Der Dollar kostete 0,6278 (0,6318) Euro.

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