Marktschlussbericht Frankfurt
Dax kann Gewinne nicht halten

Im Sog der US-Börsen hat der Dax seine zwischenzeitlichen Gewinne vom Dienstag wieder abgegeben. Der Leitindex ging mit einem mageren Plus von 0,07 Prozent bei 6 958 Punkten aus dem Handel. Schub brachten besser als erwartet ausgefallene Daten zum US-Eigenheimabsatz.

HB FRANKFURT. Die Anleger am Aktienmarkt haben sich am Dienstag weiter zurückgehalten. Die Investoren seien unsicher, wie es mit der Inflation und der Konjunktur weltweit weitergehe, sagten Händler. Hinzu kamen vage Spekulationen über weitere Belastungen bei Banken durch die Finanzkrise. "Es kommen keine Käufer in den Markt, keiner bringt den Mut auf. Die Anleger halten sich zurück, denn niemand weiß, wohin die Reise am Aktienmarkt geht", sagte ein Händler.

Der Dax ging 0,07 Prozent höher bei 6958 Zählern aus dem Handel. Nur zeitweise Schub brachten besser als erwartet ausgefallene US-Immobiliendaten: Trotz der Krise haben im April wieder mehr Menschen ein neues Eigenheim gekauft. Allerdings war das US-Verbrauchervertrauen im Mai auf 57,2 Punkte und damit auf den tiefsten Stand seit Oktober 1992 gesunken.

Hauptthema auf dem Frankfurter Börsenparkett war der Chefwechsel beim Chiphersteller Infineon. Nach dem Abgang von Vorstandschef Wolfgang Ziebart gaben die Aktien des Chipkonzerns bei hohen Umsätzen 1,2 Prozent nach. Die Analysten der Commerzbank halten den Nachfolger Peter Bauer zwar für einen sehr akzeptablen Ersatz. "Aber die strategischen Auswirkungen dieses Wechsels sind derzeit noch gar nicht absehbar", warnten sie.

Größter Dax-Verlierer waren die Titel von Metro mit einem Minus von 2,1 Prozent. Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) hatte gewarnt, dass die steigende Teuerung in Deutschland die Kauflaune der Verbraucher mehr und mehr eintrübe.

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