Marktschlussbericht Frankfurt
Dax: Noch 100 Punkte bis zum Gipfel

Gestützt auf die Index-Schwergewichte SAP und BASF hat der Dax am Montag seine Gewinne verteidigt. In der Spitze kletterte der Dax bis auf 8 096 Zähler, am Abend schloss der Index 0,1 Prozent im Plus bei 8 036 Punkten. Damit lag er 100 Zähler unter seinem im März 2000 erreichten Allzeithoch bei 8 136 Punkten.

HB FRANKFURT. „In den nächsten Tagen dürfte der Dax das Rekordhoch anpeilen“, sagte ein Frankfurter Aktienhändler. „Die Stimmung ist weder zu euphorisch noch zu pessimistisch. Eine Spur Skepsis ist immer dabei, aber das ist auch ganz gut so.“ Schon am Freitag hatte der Standardwerteindex gut zwei Prozent gewonnen.

Weit oben in der Gunst der Anleger standen Chemiewerte. Die Aktien von BASF stiegen um 2,2 Prozent auf 94,03 Euro und markierten zeitweise sogar ein Rekordhoch bei knapp 95 Euro. Linde gewannen ebenfalls 2,2 Prozent. Händler verwiesen auf den britischen Chemiekonzern ICI. Dieser hatte ein Übernahmegebot des niederländischen Konkurrenten Akzo Nobel abgelehnt. Das Gebot sei viel zu niedrig, begründete ICI die Entscheidung. Einige Börsianer folgerten daraus, dass möglicherweise auch andere Unternehmen der Branche an der Börse zu niedrig bewertet seien. „Da ist jetzt der ganze Sektor en vogue“, berichtete ein Händler. ICI-Aktien kletterten in London um 16 Prozent.

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Die Aktien von SAP waren ebenfalls gefragt. Sie verteuerten sich um zwei Prozent auf 37,28 Euro. „Sollte sich SAP über 37,50 Euro festsetzen, könnte die Aktie aus charttechnischer Sicht bis auf 40 Euro steigen“, sagte ein Händler. Das Papier des Softwarekonzerns habe im Vergleich zu anderen Dax-Aktien Nachholbedarf.

Zu den größten Gewinnern zählten auch die Aktien von ThyssenKrupp mit einem Aufschlag von zwei Prozent. Ein Börsianer sagte, die Aktien des Industriekonzerns erholten sich von ihren Verlusten.

Gerüchte über ein Gebot für einen britischen Technologiekonzern drückten dagegen die Siemens-Aktie um 1,3 Prozent ins Minus. Es werde spekuliert, dass Siemens für Invensys fünf Mrd. Pfund (7,4 Mrd. Euro) biete, sagten mehrere Händler. Der Münchener Konzern wollte das nicht kommentieren.

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