Marktschlussbericht Frankfurt
Dax: Rückgang beim Ölpreis lässt Anleger aufatmen

Der deutsche Aktienmarkt hat sich zum Wochenausklang freundlich präsentiert. Der Dax legte bis zum Handelsschluss 0,59 Prozent auf 7 096,79 Punkte zu. Der MDax stieg um 0,88 Prozent auf 9 685,41 Zähler. Der TecDax legte nach den Verlusten vom Vortag mit einem Plus von 3,27 Prozent kräftig zu und schloss bei 852,19 Punkten.

HB FRANKFURT. Der starke Rückgang des Ölpreises hat die Anleger am deutschen Aktienmarkt am Freitag aufatmen lassen. Gefragt waren vor allem Aktien von Unternehmen, denen die Rekordjagd am meisten zu schaffen gemacht hatte, wie etwa Fluggesellschaften. Allerdings müssen sich Anleger wohl auf anhaltend starke Schwankungen gefasst machen. „Ich kann mir vorstellen, dass es in den nächsten Tagen noch bis auf 115 Dollar runter geht“, sagte LBBW-Analyst Frank Schallenberger. Das werde aber nur ein kurzes Luftholen sein.“ Dann gehen wir sicher schnurstracks Richtung 150 Dollar.“

Der Dax legte 0,6 Prozent auf 7096,79 Punkte zu. Auch an den meisten anderen europäischen Handelsplätzen ging es wegen des niedrigeren Ölpreises aufwärts. Der Stoxx-50-Index stieg um 0,1 Prozent auf 3182 Punkte, der Euro-Stoxx legte 0,6 Prozent auf 3777 Punkte zu.

In Frankfurt gehörten die Aktien der Lufthansa mit einem Plus von 3,5 Prozent zu den größten Gewinnern. „Die Lufthansa hat sich zuletzt umgekehrt proportional zum Ölpreis bewegt: Steigt der Ölpreis, fällt die Aktie und umgekehrt“, sagte ein Händler.

Solarwerte wie Solarworld, Solon oder Phoenix Solar stiegen um bis zu zehn Prozent, nachdem sich SPD und Union auf neue Fördersätze für das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) einigten. Die von der Branche befürchteten drastischen Kürzungen der Förderung von Solarstrom blieben aus.

Finanz- und Technologietitel legen zu

Finanzwerte waren ebenfalls gefragt. Postbank-Aktien bauten ihre Kursgewinne am Nachmittag aus. Spekulationen auf einen von der Konzernmutter Deutsche Post angestrebten Verkaufspreis von 70 Euro je Aktie verliehen den Titeln zusätzlichen Auftrieb. Sie legten vier Prozent auf 62,10 Euro zu. Die heftigen Kursverluste von 5,2 Prozent bei der Deutschen Bank erschreckten dagegen nur auf den ersten Blick. Der Titel wurde mit einem Dividendenabschlag von 4,50 Euro gehandelt. Ohne diesen hätte die Deutsche-Bank-Aktie ebenfalls zu den Dax-Gewinnern gezählt.

Auch europaweit waren Finanztitel wie Unicredit, BNP Paribas und ING gefragt. Ein positiver Ausblick des US-Konzerns Mastercard hatte die Stimmung im Sektor aufgehellt.

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