Marktschlussbericht Frankfurt
Dax schließt ganz schwach

Der Dax hat seine Kursgewinne vom Freitag zum Wochenbeginn wieder eingebüßt. Als Belastungsfaktor nannten Börsianer den weiterhin hohen Ölpreis. Auch die Unsicherheit vor der am Dienstag anstehenden Zinsentscheidung der US-Notenbank (Fed) trübte die Stimmung der Anleger am deutschen Aktienmarkt.

HB FRANKFURT. Der Dax gab am Montag 1,7 Prozent auf 5626,7 Punkte nach. Für den MDax mittelgroßer Werte ging es um 1,12 Prozent auf 7892,60 Zähler nach unten. Der TecDax rutschte um 1,27 Prozent auf 636,06 Punkte ab.

„Schwach wegen der hohen Ölpreise. Schwach wegen der anstehenden Fed-Sitzung am Dienstag“, beschrieb ein Börsianer die Verfassung des Marktes. Viele Anleger hielten sich wegen der Unsicherheit über die künftige Politik der Fed mit Aktienkäufen zurück. Ein anderer Händler sagte: „Einerseits wird nicht erwartet, dass die Fed die Zinsen erhöht, was eigentlich gut für den Aktienmarkt ist. Andererseits kommt bei einer Zinspause wieder die Angst vor einer Abschwächung der US-Wirtschaft auf.“ Die Fed hat in den vergangenen zwei Jahren den Leitzins siebzehnmal in Folge auf nun 5,25 Prozent angehoben.

Für schlechte Stimmung sorgte der anziehende Ölpreis. Für ein Barrel (159 Liter) US-Leichtöl mussten zu Wochenbeginn 76,85 Dollar und damit rund zwei Dollar mehr als am Freitag bezahlt werden. Börsianer führten die Preiserhöhungen auf die zunehmende Befürchtungen zurück, es könne Lieferengpässe geben. Der Ölproduzent BP hat wegen eines Lecks in einer Pipeline die Förderung am größten Ölfeld der USA auf unbestimmte Zeit gestoppt. Zudem treiben der anhaltende Konflikt um das iranische Atomprogramm sowie der Krieg im Nahen Osten die Preise nach oben.

Verkauft wurden vor allem Werte aus dem Automobilsektor. Die Aktien von BMW gaben zwei Prozent nach. Der Autobauer hat im Juli 7,7 Prozent weniger Autos verkauft als im Vormonat. „Das liegt unter dem, was der Markt erwartet hatte“, sagte ein Händler. Die Titel von VW und DaimlerChrysler büßten jeweils rund 1,5 Prozent ein. Die Anteilsscheine des Nutzfahrzeug- und Maschinenbauers MAN verloren 2,8 Prozent. Das Schlusslicht im Dax bildeten die Papiere des Autozulieferers Conti mit einem Minus von 3,8 Prozent.

Skeptisch reagierten die Anleger auf den Vorschlag der Deutschen Börse für eine Satzung im Falle eines Zusammenschlusses mit der Vierländerbörse Euronext. Danach solle im Falle einer Fusion der Betrieb der lokalen Märkte unter nationalem Recht sichergestellt werden. Die Titel der Deutschen Börse schlossen 1,7 Prozent im Minus.

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