Marktschlussbericht Frankfurt
Dax schließt mehr als ein Prozent fester

Ein Rückgang der Ölpreise hat den deutschen Aktienmarkt am Mittwoch beflügelt. Der Preis für US-Öl fiel zeitweise um mehr als zwei Prozent, nachdem er vergangene Woche noch die Rekordmarke von 135 Dollar je Fass erreicht hatte. Das dämpfte die Sorgen der Anleger vor schwindenden Unternehmensgewinnen und steigender Inflation.

HB FRANKFURT. Zudem halfen den Märkten überraschend robuste US-Konjunkturdaten auf die Sprünge. Die Auftragseingänge für langlebige Güter fielen besser aus als erwartet, was manche Anleger wieder optimistischer für die US-Konjunktur stimmte. Der Dax legte 1,1 Prozent auf 7 033 Punkte zu. Jedoch warnten einige Marktteilnehmer vor einer verfrühten Euphorie, die sich schnell wieder in Schall und Rauch auflösen könne.

Der MDax der mittelgroßen Werte kletterte um 1,34 Prozent auf 9 555 Punkte. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es wegen schwacher Solartitel um 0,20 Prozent auf 840 Punkte abwärts. Das Handelsvolumen im Dax betrug 167 (Vortag: 125) Mill. Aktien, der Umsatz stieg auf 6,4 (4,8) Mrd. Euro. "Dass ein für die Unternehmen so wichtiger Rohstoff wieder günstiger wird, dämpft die Sorgen über mögliche Belastungen der Gewinnmargen", erläuterte ein Händler.

Rund 5,4 Prozent verloren die Aktien der Deutschen Post nach Bekanntgabe der Sanierungspläne für das US-Expressgeschäft. Die erhoffte Kooperation mit der US-Post sei ausgeblieben, zudem sei der Zeitraum für die milliardenteure Sanierung mit dem Jahr 2011 zu weit gesteckt, sagte Branchenanalyst Stefan Schöppner von der Dresdner Bank. Die mit dem US-Konkurrenten UPS vereinbarte Luftfracht-Kooperation half an der Wall Street den UPS-Aktien zu einem Plus von drei Prozent.

Vom billigeren Öl profitierten die zuletzt von Anlegern gemiedenen Luftfahrtaktien. Lufthansa gehörten mit einem Plus von 2,4 Prozent zu den größten Dax-Gewinnern. In London stiegen British-Airways-Titel um 1,6 Prozent.

Ein Sprung über die wichtige Kursmarke von 34 Euro gab den Aktien des Softwarekonzerns SAP ordentlich Schwung: Sie kletterten um 4,8 Prozent. Zudem hatten die Analysten von Cheuvreux die Titel hochgestuft.

Chemiewerten kam zugute, dass US-Branchenriese Dow Chemical eine Erhöhung der Preise für alle seine Prdukte um bis zu 20 Prozent ankündigte. Der europäische Branchenindex mit den größten Chemietiteln war daraufhin größter Gewinner und stieg 2,3 Prozent. Die Aktien von Bayer und BASF zogen um drei beziehungsweise 1,5 Prozent an.

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